Migration
Wegen Corona: 2020 wurden über 3000 Asylgesuche weniger eingereicht

Wegen Beschränkungen im Reiseverkehr haben im vergangenen Jahr weniger Personen Asyl beantragt. Gleichzeitig haben auch weniger Personen die Schweiz verlassen.

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Wegen der Coronapandemie wurde die Einreise weltweit erschwert. Blick auf den Spielplatz im Bundesasylzentrum Pasture in Zürich

Wegen der Coronapandemie wurde die Einreise weltweit erschwert. Blick auf den Spielplatz im Bundesasylzentrum Pasture in Zürich

Keystone

(frh) Im Jahr 2020 haben 11'041 Personen in der Schweiz Asyl beantragt, das sind 3228 Asylgesuche weniger als im Jahr davor. Dies teilte das Staatssekretariat für Migration am Montag mit. Der rückläufige Trend sei auf Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr aufgrund der Coronapandemie zurückzuführen.

Wichtigstes Herkunftsland bei den Asylsuchenden war Eritrea mit 1917 Gesuchen, gefolgt von Afghanistan (1681 Gesuche), der Türkei (1201), Algerien (988) und Syrien (904).

1051 Personen sind 2020 freiwillig aus der Schweiz ausgereist, das sind rund 600 Personen weniger als im Jahr davor. 1518 Personen wurden in ihren Heimatstaat oder in einen Drittstaat (2019: 2985 Personen) und 715 Personen in einen Dublin-Staat zurückgeführt. Der Rückgang bei den Ausreisen hat ebenso mit den Einreisebeschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie zu tun.