Logistik
Coronakrise bringt Kühne + Nagel Rekordgewinne

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte das Logistikunternehmen Kühne+Nagel einen Umsatz von 20,4 Milliarden Franken. Der Konzern spielt eine wichtige Rolle bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen.

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Schnell an die Krise angepasst: Das Unternehmen mit Sitz in Schindellegi erholte sich im zweiten Halbjahr schnell.

Schnell an die Krise angepasst: Das Unternehmen mit Sitz in Schindellegi erholte sich im zweiten Halbjahr schnell.

Keystone

(dpo/wap) Für das Logistikunternehmen Kühne + Nagel war 2020 ein Erfolgsjahr: Wie das internationale Unternehmen mit Sitz in Schindellegi im Kanton Schwyz am Mittwoch mitteilte, beläuft sich der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 1,92 Milliarden Franken, was einer Steigerung um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In der Medienmitteilung schreibt das Unternehmen von einem «Rekordgewinn». Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf 1,07 Milliarden Franken, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt beläuft sich der Umsatz auf 20,4 Milliarden.

Gut gelaufen sei für das Unternehmen das zweite Semester, so die Mitteilung. «Wir haben uns in kurzer Zeit an das volatile Marktumfeld angepasst», kommentiert CEO Detlef Trefzger in der Mitteilung. Eine Rolle dabei spielte auch die weltweite Impfkampagne gegen Corona. Hier habe sich bewährt, dass Kühne + Nagel schon vor der Pandemie den Fokus auf die Pharmaindustrie gelegt habe. Das Unternehmen verfüge hier über weltweit 240 zertifizierte Standorte und 3'000 Spezialisten für Pharmalogistik. Kühne + Nagel ist Partner des amerikanischen Impfstoffherstellers Moderna und übernimmt in mehreren Staaten die Feinverteilung der Imfpdosen, so auch im Kanton Zürich.

Ebenfalls am Mittwoch gab der Konzern bekannt, dass Tobias B. Staehelin in den Verwaltungsrat gewählt werden soll. Staehelin ist derzeit Mitglied der Geschäftsleitung von Schindler.