Landis+Gyr formuliert neue Ziele – und kündigt Cybersecurity-Akquisition an

Auch wenn sich die dunklen Wolken allmählich lichten: Die Finanzziele des Zuger Stromherstellers bleiben bescheiden. Der Konzern rechnet nicht mit einer Besserung der Lage vor 2023.

Merken
Drucken
Teilen
Der Hauptsitz von Landis+Gyr in Zug.

Der Hauptsitz von Landis+Gyr in Zug.

Gaëtan Bally/Keystone

(gr) Landis+Gyr hat den bisherigen Ausblick für das Ende März endende Geschäftsjahr 2020/21 bestätigt. Demnach geht der Zuger Stromzählerhersteller unverändert von einem Nettoumsatz zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Dollar aus, wie er am Mittwoch anlässlich eines Investorentags mitteilte. Zudem wird für das zweite Semester des besagten Geschäftsjahres weiterhin mit einer verbesserten Ebitda-Marge gegenüber dem ersten Semester gerechnet.

Gleichzeitig hat der Konzern neue Mittelfristziele für den Zeitraum bis 2023 formuliert; die bisherigen Ziele galten bis 2022. Angestrebt wird ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich analog des Wachstums der Kernmärkte (bezogen auf das Geschäftsjahr 2019). Die bescheidenen Finanzziele bleiben also bestehen, auch wenn das Unternehmen eine Verbesserung der Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet. Um seine Marktposition für die Zukunft zu sichern, hatte Landis+Gyr bereits im Vorjahr einen weltweiten Stellenabbau angekündigt, von dem auch Zug betroffen ist.

Überdies passt Landis+Gyr seine Dividendenpolitik an. So verpflichtet sich das Zuger Unternehmen zu einer «progressiven» Dividendenentwicklung, basierend auf dem Betrag von 2 Franken pro Aktie für das Geschäftsjahr 2019 (ohne M&A), wie es in einer Mitteilung heisst.

Freuen dürfte das Aktionariat die Übernahme eines Technologie-Start-ups im Bereich der Cybersecurity-Lösungen. Nach eigenen Angaben hat Landis+Gyr eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 Prozent des Kapitals der deutschen Rhebo für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag abgeschlossen.