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Trotz Krise: UBS verbucht Reingewinn von 6,6 Milliarden Dollar

Trotz Weltwirtschaftskrise machte die Grossbank UBS 2020 gute Geschäfte. Der Reingewinn beträgt 6,6 Milliarden Dollar und liegt damit 54 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

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Konnte ihren Reingewinn im Krisenjahr 2020 mehr als verdoppeln: Grossbank UBS. (Symbolbild)

Konnte ihren Reingewinn im Krisenjahr 2020 mehr als verdoppeln: Grossbank UBS. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Die UBS hat im Krisenjahr 2020 einen Reingewinn von 6,6 Milliarden Dollar gemacht. Gegenüber dem Vorjahr 2019 bedeute dies ein Plus von 54 Prozent, teilte die Bank am Dienstag mit. Die Rendite auf das harte Kernkapital beträgt demnach 17,6 Prozent. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis sei mit 73 Prozent das tiefste seit 2006, so die Mitteilung. Damit seien alle Finanzziele erreicht oder übertroffen worden, so die Bank.

Die Ausleihungen und Kreditzusagen seien 2020 um 65 Milliarden Dollar angestiegen. Darin enthalten sind auch drei Milliarden, die im Rahmen des staatlich gestützten Kreditprogramms an Schweizer KMU vergeben wurden.

Für 2020 werde eine Dividende von 0,37 Dollar pro Aktie vorgeschlagen. Im ersten Quartal 2020 sollen Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Dollar zurückgekauft werden. 2020 waren Aktien im Wert von 0,4 Milliarden Dollar zurückgekauft worden.

«Wir gehen davon aus, dass saisonale Faktoren wie eine im Vergleich zum vierten Quartal 2020 verstärkte Kundenaktivität unsere Ertragslage im ersten Quartal 2021 positiv beeinflussen werden», wird CEO Ralph Hamers in der Medienmitteilung zitiert.

Hamers selbst blickt einer ungewissen Zukunft entgegen: Die niederländischen Behörden ermitteln gegen ihn im Zusammenhang mit Betrugsfällen bei der Grossbank ING, die in seine Amtszeit als deren Chef fielen. Dabei geht es um die Frage, ob Hamers als CEO genug unternommen habe, um Verstösse gegen das Geldwäschereigesetz zu verhindern. Hamers tritt heute Dienstag erstmals vor die Medien.

Ebenfalls am Dienstag gab die UBS zwei Neuzugänge im Verwaltungsrat bekannt. Es handelt sich um Roche-Konzernleitungsmitglied Claudia Böckstiegel und Patrick Firmenich, Verwaltungsratspräsident des Parfumerieunternehmens Firmenich International AG.