Jahresbericht
Bank Julius Bär meldet deutliche Steigerung des Konzerngewinns

Für das vergangene Jahr meldet die Bank Julius Bär eine Gewinnsteigerung um 50 Prozent auf 698 Millionen Franken. Die Dividenden will der Verwaltungsrat um 17 Prozent erhöhen.

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Trotz grosser Rückstellungen kann Julius Bär ihren Aktionären höhere Dividenden ausschütten. (Symbolbild)

Trotz grosser Rückstellungen kann Julius Bär ihren Aktionären höhere Dividenden ausschütten. (Symbolbild)

Keystone

(wap/agl) Julius Bär erwirtschaftete im letzten Jahr einen Betriebsertrag von rund 3,5 Milliarden Franken. Grund dafür sei eine «noch nie gesehene Kundenaktivität», wie CFO Dieter A. Enkelmann an einer Medienkonferenz ausführte. Daraus resultierte ein den Aktionären zurechenbarer Konzerngewinn von 698 Millionen Franken, 50 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

In der Folge will der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von 1,75 Franken pro Aktie vorschlagen, meldete Julius Bär am Montag. Dies bedeutet eine Steigerung um 17 Prozent. Insgesamt rechnet die Bank mit Ausschüttungen in der Höhe von 387 Millionen Franken. In der Folge sollen Aktien im Wert von maximal 450 Millionen Franken zurückgekauft werden, so die Bank in einer ersten Mitteilung zum Finanzjahr 2020.

Das gesamthaft verwaltete Vermögen von Julius Bär erhöhte sich 2020 um etwa acht Milliarden auf 434 Milliarden Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Einschliesslich der Custody-Vermögen seien es gar 505 Milliarden Franken, womit die Marke von einer halben Billion erstmals überschritten worden sei.

CEO will an Transformationsstrategie festhalten

Leicht eingetrübt wird das Resultat durch Rückstellungen von 190 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Investition in die Gruppe Kairos und weiteren 73 Millionen im Zusammenhang mit einer Grundsatzvereinbarung von Julius Bär mit der US-Justiz.

CEO Philipp Rickenbacher, will nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr an der 2020 vorgestellten dreijährigen Transformationsstrategie festhalten, wie er vor den Medien ausführte. Die erste Etappe habe das Unternehmen bereits gemeistert. Bis 2022 will die Bank ihren Kundennutzen steigern, ihre Produktivität verbessern sowie ihre Risikokultur und Teamarbeit stärken und so den Ertrag um mehr als 150 Millionen Franken steigern.

Die Vermögensverwaltung müsse sich verändern, das habe die Coronakrise akzentuiert, so Rickenbacher.«In Anbetracht der aktuellen branchenweiten Herausforderungen – von Negativzinsen bis hin zu einem schwachen US-Dollar – werden wir unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen und uns ganz darauf konzentrieren, die vor einem Jahr gesetzten Ziele zu erreichen», so Rickenbacher.