Halbjahresrückblick
Geschäftslage der MEM-Industrie hat sich deutlich verbessert

Die Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) können aufatmen. Im ersten Halbjahr 2021 sind sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze gestiegen.

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Mehr Aufträge und gestiegene Exporte: Die hiesige MEM-Industrie hatte ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021. (Symbolbild)

Mehr Aufträge und gestiegene Exporte: Die hiesige MEM-Industrie hatte ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021. (Symbolbild)

Keystone

Von Januar bis Juni haben die Auftragseingänge der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Unternehmen gegenüber der Vorjahresperiode um rund einen Viertel zugenommen. Dies teilt der Branchenverband Swissmem am Dienstag mit. Ein ähnliches Bild zeige sich bei den Umsätzen, die gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 9,3 Prozent gestiegen sind. Damit liegen sie nur noch knapp unter dem Vorkrisenniveau, heisst es.

Die Lage bei den Exporten ist ebenfalls zufriedenstellend. Die Güterausfuhren der MEM-Industrie erreichten demnach einen Wert von 33,4 Milliarden Franken und liegen um 15,6 Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Die Branche habe dabei in alle Hauptmärkte mehr exportiert.

Die wichtigsten Indikatoren weisen gemäss Swissmem auf eine weiterhin positive Entwicklung hin. Risiken bergen aber vor allem das unsichere Verhältnis zur EU sowie der Handelskonflikt zwischen China und den USA.

CO2-Gesetz: Swissmem ist gegen Subventionen

Swissmem blickt in seiner Halbjahresbilanz auch auf die Ablehnung zum CO2-Gesetz an der Urne. Präsident Martin Hirzel bedauert den Volksentscheid, «denn die Vorlage hätte das erfolgreiche Zielvereinbarungssystem ausgebaut», lässt er sich in der Mitteilung zitieren. Nun müssten als erstes die Zielvereinbarungen mit einer Übergangsgesetzgebung weitergeführt werden.

Darüber hinaus stellt sich Swissmem gegen Subventionen und Subventionstöpfe mit «teuren Bürokratieapparaten» und neuen Steuern. «Der geforderte CO2-Preis, der zunehmend auch externe Kosten einbezieht, darf nur als reine Lenkungsabgabe wirken», so Hirzel. Weiter sollen ab 2030 die bestehenden Kernkraftwerke mindestens 60 Jahre am Netz gehalten werden, um eine Winterstromlücke zu verhindern. (dpo)

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