Gleich zwei Studien zeigen: Eine Mehrheit der Bevölkerung rechnet mit mageren Jahren im Alter

Nur die Hälfte der Sparer glaubt, nach der Pensionierung komfortabel leben zu können, so eine Studie der AXA. Nach einer Umfrage der Groupe Mutuel geht gar nur ein Viertel davon aus, den Lebensstandard halten zu können.

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Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung rechnet damit, im Alter den Gürtel enger schnallen zu müssen.

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung rechnet damit, im Alter den Gürtel enger schnallen zu müssen.

Keystone

(wap) Die AXA hat sich in ihrer Studie auf das Spar- und Investitionsverhalten von eher gut situierten Personen konzentriert. Dabei habe sich gezeigt, dass die Schweiz nach wie vor ein Land der Sparer sei. 68 Prozent der Befragten sparen für das Alter. Für mehr als die Hälfte der Sparer sei es das wichtigste finanzielle Ziel, im Alter ein Einkommen zu haben. Dies decke sich damit, dass die Altersvorsorge seit mehreren Jahren die grösste Sorge der Schweizer Bevölkerung sei, heisst es in einer Mitteilung zur Studie, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Nur die Hälfte der Befragten glaube, dass sie mit AHV und Pension komfortabel leben könnten.

Eine von der Groupe Mutuel gemeinsam mit «Le Temps» in Auftrag gegebene Umfrage zeichnet ein ähnliches Bild. Sie ist im Gegensatz zur AXA-Umfrage, die sich auf vermögendere Schichten konzentrierte, repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Dabei gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Altersvorsorge zum jetzigen Zeitpunkt für nicht ausreichend halten. Drei von vier Befragten rechnen damit, ihren Lebensstandard nach der Pensionierung senken zu müssen. Eine Mehrheit geht ausserdem davon aus, dass es bei der AHV in den nächsten 20 Jahren Änderungen geben werde.

Diesen Änderungen steht die Bevölkerung laut der am Dienstag veröffentlichten Studie aber kritisch gegenüber: 74 Prozent lehnen eine Erhöhung des Rentenalters ab. Etwas mehr als die Hälfte ist gegen die Senkung des Umwandlungssatzes. Dafür fordern ebenfalls 74 Prozent die freie Wahl der Pensionskassen. 61 Prozent wollen mehr Möglichkeiten, ihr Pensionskassen-Guthaben vor der Pension einzusetzen.

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