Massenentlassung
Gewerkschaften melden Erfolg: 140 Stellen bei General Electric bleiben erhalten

Nach der Ankündigung von Massenentlassungen beim Energiekonzern General Electric (GE) haben die Verhandlungen mit Gewerkschaften und Personalvertretung zum Erhalt von 140 Stellen geführt.

Merken
Drucken
Teilen
Teilerfolg für die Personalvertreter von General Electric und die Gewerkschaften: 140 Stellen können gerettet werden.

Teilerfolg für die Personalvertreter von General Electric und die Gewerkschaften: 140 Stellen können gerettet werden.

Daniel Vizentini

(gav) Im September und Oktober des vergangenen Jahres teilte General Electric (GE) mit, dass an den Standorten Grid in Oberentfelden und Gas Power in Baden zu Massenentlassungen kommt. Laut den Arbeitnehmervertretern sollten in den beiden Bereichen über 600 Stellen wegfallen. Gewerkschaften und Personalvertretung kündigten daraufhin Widerstand an und verbuchen nun einen Teilerfolg, wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist.

In den Konsultationsverfahren habe sich die Personalvertretung zusammen mit den Gewerkschaften für die Erhaltung der Arbeitsplätze eingesetzt, heisst es in dem Schreiben. Das Resultat der Verhandlungen steht nun fest: In Oberentfelden bleiben laut Mitteilung knapp 120 Stellen erhalten, in Baden können von den 84 bedrohten Stellen rund 20 gerettet werden. Dennoch bleibt auf Arbeitnehmerseite eine grosse Ernüchterung, da aus Oberentfelden die gesamte Produktion verschwinden soll.

Neben dem Sozialplan, der den Entlassenen zugutekommen wird, laufen laut der Mitteilung Diskussionen über weitere Abfederungsmassnahmen, dies auch angesichts der Pandemiesituation. Die Personalvertretung und die Arbeitnehmendenorganisationen fordern von GE, dass der Konzern die entlassenen Angestellten «ausreichend absichert und bei der Jobsuche unterstützt», wie es in der Mitteilung weiter heisst.