Credit Suisse kann zweite Hälfte der Dividende ausschütten

Die Aktionäre der Credit Suisse werden nun den zweiten Teil ihrer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 erhalten. Damit ergibt sich ein Gesamtbetrag von 0.2776 Franken pro Aktie.

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(gjo) «Es dürfte sich wohl um die kürzeste Generalversammlung in der Geschichte der Credit Suisse gehandelt haben», sagte Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, nach einem nur 13-minütigen Webcast. An der ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag genehmigten die CS-Aktionäre die Ausschüttung der zweiten Hälfte der Dividende 2019 in der Höhe von 0.1388 Franken pro Aktie.

Dem Traktandum wurde mit 99,4 Prozent zugestimmt. Insgesamt waren mit 1,65 Milliarden rund 68 Prozent der Aktienstimmen vertreten. Für das Geschäftsjahr 2019 ergibt sich somit ein Gesamtbetrag von 0.2776 Franken pro Aktie. Die gesamte Dividendenausschüttung der CS für 2019 beläuft sich insgesamt auf 719 Millionen Franken.

Die erste Tranche hatte die CS ihren Aktionären im April ausgezahlt. Mit der Halbierung der Dividende kam sie sowie auch die UBS einer Forderung der Finanzmarktaufsicht (Finma) nach, die angesichts der grossen Unsicherheiten der Coronakrise vor einer Ausschüttung warnte. Die beiden Finanzinstitute betonten damals, dass die eigene Finanzstärke die ganze Ausschüttung der Dividende erlaubt hätte. Dennoch sprachen sie von einem «umsichtigen Schritt zum Kapitalschutz».

Am Freitag sprach Urs Rohner nun erneut von der guten Geschäftsentwicklung und der starken Bilanz. «Wir sind überzeugt, dass wir die Ausschüttung der zweiten Hälfte der Dividende aus einer Position der Stärke beantragt haben und daher verantwortungsvoll handeln.» Am kommunizierten Ziel, jährlich 5 Prozent mehr Dividende zu bezahlen, halte die Credit Suisse zudem fest.

Kein Nachfolger für Rohner genannt

Die nächste ordentliche Generalversammlung der Credit Suisse findet am 30. April 2021 statt. Rohner wird sein Amt als Präsident nach zwölf Jahren dann abgeben. Bis Ende des Jahres will die Credit Suisse einen Nachfolger präsentieren. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom Freitag wurde aber noch kein Name genannt.