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Historischer Rückgang: Exporte von Uhren und Schmuck brachen letztes Jahr ein

Der Schweizer Aussenhandel hat letztes Jahr einen herben Dämpfer erfahren. So schrumpften die Exporte wie auch die Importe deutlich. Ins Gewicht fiel vor allem der Einbruch bei Schmuck und Uhren.

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Besonders hart getroffen von der Pandemie wurde die Uhrenindustrie. (Symbolbild)

Besonders hart getroffen von der Pandemie wurde die Uhrenindustrie. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) 2020 exportierte die Schweizer Wirtschaft Waren im Wert von 225,1 Milliarden ins Ausland. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 7,1 Prozent oder 17,3 Milliarden Franken, wie die am Donnerstag publizierten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zeigen. Nicht viel anders sieht es bei den Importen aus: Die Einfuhr von Gütern sank um 11,2 Prozent auf 182,1 Milliarden Franken.

Die letztjährige Entwicklung habe den Aussenhandel niveaumässig um drei Jahre zurückgeworfen, urteilt die EZV. Dieser verringerte sich um insgesamt 40 Milliarden Franken.

Bei den Exporten wiesen sämtliche Sparten ein Minus auf. Die Ausnahme sind chemisch-pharmazeutische Produkte, bei denen ein Plus von 1,6 Prozent resultierte. Besonders hart traf die Pandemie dagegen Juwelierwaren und Uhren. Deren Absatz knickte um einen Drittel respektive einen Fünftel ein. Diese beiden Sparten machen laut EZV die Hälfte des Exportrückgangs aus.

Ein Lichtblick waren die Exporte nach China, die mit 14,7 Milliarden Franken einen neuen Höchststand erreichten (+1,3 Milliarden). Allerdings setzte die Schweizer Exportindustrie in allen drei bedeutenden Wirtschaftsräumen Europa, Asien und Nordamerika weniger Güter ab.