Coronakrise
Rund zehn Prozent weniger Umsatz: Pandemie trifft Lindt & Sprüngli

Nicht nur die Pandemie, sondern auch der stärkere Franken schwächten das Geschäft des Schokoladeherstellers. Der Konzern bezeichnet das Ergebnis dennoch als «solide».

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Schon 2021 will Lindt & Sprüngli den Umsatz wieder steigern. Die Zielmarge dürfte aber erst 2022 erreicht werden.

Schon 2021 will Lindt & Sprüngli den Umsatz wieder steigern. Die Zielmarge dürfte aber erst 2022 erreicht werden.

Keystone

(wap) Der Schokoladenkonzern meldet am Dienstag einen Jahresumsatz von knapp 4 Milliarden Franken. Das sind fast 11 Prozent weniger als noch 2019. Ohne die Effekte durch die Aufwertung des Schweizer Frankens betrug der Rückgang 6,1 Prozent, wie es in der Medienmitteilung heisst. Der Geschäftsbericht verzeichnet zudem einen operativen Gewinn (EBIT) von 420,3 Millionen und einen Reingewinn von 320,1 Millionen Franken. Dies sei angesichts der schwierigen Lage «solide», so die Einschätzung des Unternehmens. Die Ausschüttung soll deshalb auf 1100 Franken pro Namenaktie und 110 Franken pro Partizipationsschein gesteigert werden.

Ungünstig für Lindt und Sprüngli war der zeitliche Verlauf der Pandemie: Die erste Welle traf Ostern, die zweite Weihnachten und damit die gleich beide grossen Schokoladensaisons. Allerdings habe das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte im Premium-Sektor im Detailhandel zulegen können. Das Online-Geschäft habe sich gar verdoppelt und betrage nun fünf Prozent des Gesamtumsatzes. Ein starkes Wachstum sei in Deutschland, Grossbritannien und Skandinavien sowie in Spanien und Osteuropa erzielt worden. In den wichtigen Aufbaumärkten China und Japan sei ebenfalls ein Wachstum realisiert worden.

Für 2021 erwartet Lindt & Sprüngli wieder ein Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent. Die operative Marge wird auf 13 Prozent geschätzt, ab 2022 soll sie wieder bei den angestrebten 15 Prozent liegen.