Backwaren
Guetzli und Co. verkauften sich im Ausland schlechter als im Inland

Das Inlandgeschäft der Dauerbackwarenindustrie entwickelte sich 2020 positiv. Gleichzeitig wurden weniger Guetzli ins Ausland exportiert als 2019.

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Im Inland lief das Geschäft mit den Guetzli, während die Exporte zurückgingen. (Symbolbild)

Im Inland lief das Geschäft mit den Guetzli, während die Exporte zurückgingen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im Coronajahr ist die Verkaufsmenge von Backwaren hierzulande um 2,4 Prozent angestiegen, während sich der Umsatz um 1,3 Prozent auf 355,6 Millionen Franken verbesserte. Allerdings nahmen dabei die Importe stark zu, wie der Branchenverband Biscosuisse am Dienstag bekanntgibt.

So seien etwa 12 Prozent mehr Standard-Biscuitprodukte und Spezialitäten eingeführt worden. Dies führte wiederum zu einem Anstieg des Pro-Kopf-Konsums um über 5 Prozent auf rund 5,5 Kilogramm, heisst es. Im Gegensatz dazu registrierte die Aussenhandelsstatistik des Zolls einen Rückgang des Exportumsatzes auf 113,4 Millionen Franken (-16,6 Prozent). Der grösste Abnehmer war laut Mitteilung erneut Deutschland, gefolgt von Frankreich, Saudi-Arabien und den USA.

Verband fordert Mindestgrenzschutz für Zucker

Zu den beliebtesten Dauerbackwaren zählten 2020 laut Bicosuisse Standard-Biscuits wie Petit Beurre und Spezialitäten wie gefüllte Hüppen.

Biscosuisse kritisiert in der Mitteilung, dass der Importanteil unter anderem durch den «asymmetrischen Grenzschutz von Rohstoffen und Verarbeitungsprodukten» angestiegen sei. Der Branchenverband ruft die Politik dazu auf, dem entgegen zu wirken, etwa mittels einer Festschreibung eines Mindestgrenzschutzes für den Rohstoff Zucker.