Aussenhandel
Salzexporte befinden sich auf tiefstem Stand seit 30 Jahren

Der schweizerische Aussenhandel mit Salz nimmt seit 2010 kontinuierlich ab. Gleichzeitig übertrafen 2020 die Salzimporte erstmals seit 2009 mengenmässig die Ausfuhren.

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Die mengenmässigen Salzexporte sind so tief wie zuletzt vor 30 Jahren. (Symbolbild)

Die mengenmässigen Salzexporte sind so tief wie zuletzt vor 30 Jahren. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im vergangenen Jahr exportierte die Schweiz 6084 Tonnen Salz. So tief waren die Salzexporte zuletzt 1991, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag schreibt. Die Importe sind seit mehreren Jahren ebenfalls rückläufig, doch 2019 und 2020 überstiegen die Importe trotzdem erstmals seit 2009 mengenmässig die Ausfuhren.

Im Gegensatz zu den importierten und exportierten Mengen sind die Preise des Salzes gestiegen: In den letzten zehn Jahren verdreifachten sich die Preise in beiden Verkehrsrichtungen, wie die EZV mitteilt. Mit einem durchschnittlichen Exportpreis von 35 Rappen und einem Importpreis von 83 Rappen pro Kilogramm wurden 2020 Rekordhöchstpreise erzielt.

Der wichtigste Handelspartner Schweiz war gemäss Mitteilung Deutschland mit je 4100 Tonnen Salz – in beide Richtungen. Im vergangenen Jahr lieferte der grosse Kanton 36 Prozent des importierten Salzes und verdrängte damit Frankreich (34 Prozent) vom Spitzenplatz.