Arbeit
Lieber länger Ferien statt mehr Geld: Schweizer sind offen für neue Lohnformen

Eine Studie zeigt, dass Geld für viele Berufstätige in der Schweiz nicht die einzige Möglichkeit ist, um Arbeit zu vergüten. Denkbar wäre etwa ein Teil des Lohns als zusätzliche Ferientage zu beziehen.

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Lieber ein paar zusätzliche Ferientage im Tessin statt mehr Geld: Arbeitnehmende hierzulande sind offen für neue Lohnformen.

Lieber ein paar zusätzliche Ferientage im Tessin statt mehr Geld: Arbeitnehmende hierzulande sind offen für neue Lohnformen.

Keystone

Die Veränderungen in der Arbeitswelt habe auch einen Einfluss auf die Frage um neue Lohnmodelle. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag des beruflichen Netzwerks Xing. Marketagent.com hat dazu 500 berufstätige Personen in der Deutschschweiz zum Thema Lohn befragt.

Demnach finden rund zwei Drittel der Berufstätigen, dass Geld nicht die einzige Möglichkeit ist, Arbeit zu vergüten. Nur ein Zehntel findet, dass es beim Lohn keine Alternative zu Geld gibt, während rund ein Viertel dem Thema unentschlossen gegenüber stehen.

Zusätzliche Ferientage sind beliebteste Option

Am meisten Zuspruch (69 Prozent) findet die Option, einen Teil des Gehalts in Form von zusätzlichen Ferientagen zu beziehen. Weniger als die Hälfte (46 Prozent) kann sich Vergünstigungen für bestimmte Dienstleistungen und Produkte als Lohnbestandteil vorstellen, wie die Umfrage zeigt.

Für 38 Prozent sind auch Sachleistungen des eigenen Unternehmens oder von Partnerunternehmen eine Option. Nur sechs Prozent würden dagegen eine schönere Büroausstattung anstelle von Geld akzeptieren.

Arbeitsleistung: Viele sehen sich unfair behandelt

Weiter hat die Umfrage ergeben: Die Präsenzzeit hat als Massstab für die Festlegung des Lohns bei den meisten Befragten ausgedient. Weniger als ein Viertel findet, dass die Arbeitszeit der geeignetste Weg ist, um die Bezahlung zu bestimmen. 60 Prozent sind hingegen der Meinung, dass die Leistung und das Erreichen von Zielen stattdessen honoriert werden sollen. Rund die Hälfte findet gar, dass Kollegialität und eine gute Zusammenarbeit einen Einfluss auf den Lohn haben sollen.

In der Praxis sieht es dann offenbar anders aus: Nur 43 Prozent der Befragten empfinden die Art, wie Arbeitsleistung in der eigenen Firma gemessen wird, als fair. (dpo)