Allgemeinverbindlich
Reinigungsbranche erhält einen neuen Gesamtarbeitsvertrag

Die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz hat einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der GAV ist allgemeinverbindlich und regelt die Erhöhung der Mindestlöhne.

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Die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz hat einen neuen GAV, der für alle Unternehmen und Arbeitnehmenden gilt. (Symbolbild)

Die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz hat einen neuen GAV, der für alle Unternehmen und Arbeitnehmenden gilt. (Symbolbild)

Keystone

Der von den Gewerkschaften Unia, VPOD und Syna sowie vom Arbeitgeberverband Allpura verhandelte GAV für die Deutschschweiz wurde im Juni erneuert und tritt im Januar 2022 in Kraft. Er gilt für vier Jahre. Nun habe der Bundesrat den Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit gutgeheissen, teilten die Vertragspartner gemeinsam mit. Der GAV zeuge von ihrem Willen, sich gemeinsam für gute Bedingungen in der Reinigungsbranche einzusetzen und sei ein Bekenntnis, gemeinsam gegen ausbeuterische Verhältnisse vorzugehen.

Der GAV beinhalte wichtige Neuerungen für einen wirkungsvollen Vertragsvollzug, wie es weiter heisst. So werden beispielsweise die Vollzugskostenbeiträge für die Arbeitnehmenden erhöht, die Barauszahlung von Löhnen verboten und die Anstellungskategorien präzisiert. Geregelt ist auch die kontinuierliche Lohnentwicklung: Die Mindestlöhne in der Reinigung werden 2022 und 2024 um jeweils zwei Prozent steigen. Damit gebe es ab dem Jahr 2024 keine Mindestlöhne unter 20 Franken die Stunde mehr.

Auch der Reinigungssektor in der Westschweiz verfügt über einen GAV. Dieser gilt noch bis Ende 2022. (abi)

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