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Klimawandel schwächt Berggebiete besonders: Alpen-Initiative lanciert Kampagne für das CO2-Gesetz

Erdrutsche, Murgänge, Schlammlawinen: In den Alpen sind die Folgen des Klimawandels besonders spürbar. Die Alpen-Initiative setzt sich deshalb für das revidierte Co2-Gesetz ein.

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Die Berggebiete bekommen den Klimawandel in Form von stärkeren und häufigeren Naturereignissen besonders stark zu spüren.

Die Berggebiete bekommen den Klimawandel in Form von stärkeren und häufigeren Naturereignissen besonders stark zu spüren.

HO/Kapo Bern

(agl) Der Verein lancierte am Dienstag in der bernischen Gemeinde Guttannen seine Kampagne. Guttannen stehe exemplarisch für die aktuelle Entwicklung, schreibt die Alpen-Initiative in einer Mitteilung. «Seit wenigen Jahrzehnten ist es gehäuft Naturkatastrophen wie Murgängen und Überschwemmungen ausgesetzt.» Wenn die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen nicht drastisch eindämme, könne es bald viele Guttannen geben, so der Verein. Denn in den Alpen stiegen die Temperaturen doppelt so stark an wie im weltweiten Durchschnitt.

«Was sich im Unterland noch verdrängen lässt, ist in den Bergen alltäglich sichtbar», sagt der Präsident der Alpeninitiative und SP-Nationalrat Jon Pult gemäss Redetext. Das CO2-Gesetz sei zwar kein visionärer Wurf, doch mit einem Ja gehe die Schweiz einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. So würden die Berggebiete Mittel für Anpassungsmassnahmen erhalten, um die Schäden künftig zu mindern. Weiter verspricht sich die Alpen-Initiative eine verbesserte Luft und eine Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Kompensationsprojekte.

Die Schweiz stimmt am 13. Juni über das CO2-Gesetz ab. Das Parlament verabschiedete das neue Gesetz nach langen Verhandlungen in der letzten Herbstsession. Verbindliche Ziele sind unter anderem im Gebäudebereich, bei Neuwagen oder bei der CO2-Abgabe vorgesehen, wie auch eine Flugticketabgabe von 30 bis 120 Franken. Gegen diese Neuerungen haben verschiedene Wirtschaftsverbände, darunter aus der Auto- und Erdölbranche, das Referendum ergriffen.

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