UNFALLSTATISTIK
Ausser bei E-Bikes: Weniger Todesfälle und Schwerverletzte auf Schweizer Strassen

Im ersten Halbjahr sind weniger Personen im Verkehr gestorben als im Vorjahr. Rückläufig bleibt der Trend auch bei den Schwerverletzten. Dagegen steigt die Zahl der verunfallten E-Bikefahrenden weiter an.

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Beliebt und bequem – E-Bikes sind aber auch sehr gefährlich, wenn es immer öfter zum Unfall kommt. (Symbolbild)

Beliebt und bequem – E-Bikes sind aber auch sehr gefährlich, wenn es immer öfter zum Unfall kommt. (Symbolbild)

Arthur Gamsa

Die gute Nachricht vorweg: Im ersten Halbjahr mussten 14 Menschen weniger auf Schweizer Strassen ihr Leben lassen. Insgesamt starben 86 Personen, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) am Donnerstag mitteilte. Auch bei den Schwerverletzten war demnach ein weiterer Rückgang um 111 auf 1579 Personen zu beobachten.

Die Medaille hat aber auch eine Kehrseite: Von Januar bis Juni 2021 sind insgesamt neun Lenkerinnen und Lenker eines E-Bikes an den Folgen eines Unfalls verstorben. Das ist ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist im ersten Semester um 22 auf 235 Personen weiter angestiegen. Besonders betroffen von Unfällen sind nach wie vor Fahrerinnen und Fahrer sogenannt langsamer E-Bikes (acht Getötete und 193 Schwerverletzte). Meist kam es mit elektrifizierten Velos zu Schleuder- oder Selbstunfällen.

Vor Jahresfrist hatte das Astra trotz zeitweise rückläufigen Verkehrszahlen wegen der Coronapandemie den Tod von 95 Personen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren das damals 19 Verkehrsopfer mehr. Der Wert lag allerdings auch damals im langjährigen Durchschnitt. Die Zahl der schwer verletzten Personen dagegen war auch bereits im ersten Halbjahr 2020 um 73 weitere Fälle gesunken. (sat)

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