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Rinderseuche im Kanton Graubünden aufgetaucht

Im bündnerischen Prättigau wurde die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) bei einer Kuh nachgewiesen. Das Tier musste geschlachtet und der Betrieb gesperrt werden.

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Seit 1993 ist die Schweiz frei von der Tierseuche IBR. Bei Tieren ist diese unheilbar. (Archivbild)

Seit 1993 ist die Schweiz frei von der Tierseuche IBR. Bei Tieren ist diese unheilbar. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Die Behörden stiessen auf den Fall, nachdem sie im Dezember ein Rinderabort untersucht hatten. Das kranke Tier wurde geschlachtet und der betroffene Betrieb gesperrt. Weitere Analysen im Referenzlabor seien im Gang, teilte das Bündner Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit am Mittwoch mit.

Um die mögliche Ausbreitung der Krankheit zu prüfen, klärt es ab, mit welchen Tieren das betroffene Tier Kontakt hatte. Die Tierseuche IBR ist bei Tieren unheilbar, für Menschen aber ungefährlich. Durch den regen Viehhandel in der Schweiz kann sich eine Tierseuche rasch verbreiten.

Die IBR trat erstmals 1977 massiv in der Schweiz auf und wurde mit einschneidenden Massnahmen bekämpft. Ab 1983 lief ein Ausrottungsprogramm, das schliesslich nach zehn Jahren und mit enormen Kosten von 135 Millionen Franken zur Ausrottung der Krankheit in der Schweiz führte.