Kriminalität
Geiselnahme in Uhrenfirma: Französische Polizei schnappt Verdächtige

Bei einem Zulieferer der Uhrenindustrie in Le Locle NE hat sich am Donnerstagabend ein Geiseldrama abgespielt. Unbekannte hielten vier Angestellten fest. Nach dem Eintreffen der Polizei flüchteten sie nach Frankreich, wo sie verhaftet wurden.

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Nach der Geiselnahme sperrte die Polizei das Gebiet grossräumig ab. (Symbolbild)

Nach der Geiselnahme sperrte die Polizei das Gebiet grossräumig ab. (Symbolbild)

Keystone

Am Donnerstag gegen 17.30 Uhr nahmen zwei bewaffnete Männer einen Angestellten eines Zulieferbetriebs der Uhrenbranche – und seine Lebensgefährtin – in seinem Haus in La Chaux-de-Fonds als Geisel. Das Paar wurde gezwungen, sich in die Fabrik des Unternehmens in Le Locle zu begeben. Dort nahmen die Täter zwei Angestellte, die gerade ihre tägliche Arbeit beendeten, ebenfalls als Geiseln, wie die Neuenburger Polizei in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Unter Androhung von Waffengewalt liessen sich die Männer mehrere Tresore öffnen, in denen sich wertvolle Edelmetalle befanden. Weil ein stiller Alarm ausgelöst wurde, erhielt auch die Polizei Kenntnis von der Geiselnahme. Der Alarm löste eine gross angelegte Polizeiaktion aus. Als ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma auf dem Firmengelände auftauchte, flüchteten die Täter – ohne die Beute mitzunehmen.

In der Folge flüchteten sie mit einem entwendeten Fahrzeug, das sich in der Nähe der Fabrik befand. Das gestohlene Auto wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Kurz nach 19 Uhr spürte die französische Polizei die Verdächtigen in der grenznahen Stadt Pontarlier auf. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd konnten die Beamten die Täter schliesslich festnehmen. (rwa)

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