Betrugsmasche
Zürcher Staatsanwaltschaft klagt gegen 64-jährigen Enkeltrick-Betrüger

Ein 64-Jähriger Pole muss sich wegen gewerbsmässigen Betrugs vor Gericht verantworten. Er soll teil eines Netzwerks von Enkeltrick-Betrügern gewesen sein.

Drucken
Teilen
Die Betrugsmasche war für den Beschuldigten in zwei Fällen erfolgreich. (Symbolbild)

Die Betrugsmasche war für den Beschuldigten in zwei Fällen erfolgreich. (Symbolbild)

Keystone

Der Mann war im vergangenen Mai im Zusammenhang mit einem Enkeltrick-Betrugsanruf verhaftet worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Anklage wegen gewerbsmässigen Betrugs in mehreren Fällen erhoben, wie diese am Dienstag mitteilte. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft dem 64-Jährigen vor, an zwei vollendeten Enkeltrick-Betrugsfällen in der Stadt Zürich beteiligt gewesen zu sein.

In den beiden Fällen erbeuteten die Täter Bargeld und Schmuck im Wert von rund 45'000 Franken. Sie nahmen telefonisch Kontakt mit Seniorinnen und Senioren auf, gaben sich als deren Enkelkinder aus und gaben an, aufgrund einer Covid-Erkrankung dringend Geld zu benötigen. Neben den beiden Fällen, in denen die Betrüger erfolgreich waren, soll der 64-jährige Beschuldigte auch an drei weiteren Versuchen beteiligt gewesen sein, bei denen es aber nicht zur Geldübergabe kam.

Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 6 Jahren sowie die Anordnung einer Landesverweisung von 12 Jahren. (agl)

Aktuelle Nachrichten