Abtreibungsgegner
«Marsch fürs Läbe» darf nun doch in Zürich marschieren

Trotz Bedenken akzeptiert die Zürcher Stadtregierung einen Umzug des Vereins «Marsch fürs Läbe», der in der Stadt gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstrieren will.

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Der Marsch fürs Läbe kann nach einer Beschwerde beim Statthalter nun doch stattfinden. (Symbolbild)

Der Marsch fürs Läbe kann nach einer Beschwerde beim Statthalter nun doch stattfinden. (Symbolbild)

Keystone

Weil bei einem Demonstrationszug durch die Innenstadt die Gefahr durch Gegendemonstrationen oder Angriffe gross sei, lehnte die Regierung ein entsprechendes Gesuch des Vereins zunächst ab und bewilligte nur eine stehende Kundgebung. Die «Marsch fürs Läbe»-Organisatoren beschwerten sich jedoch beim Statthalter, der ihnen recht gab und festlegte, dass auch ein Umzug möglich sein soll.

Der Stadtrat akzeptiert den Entscheid, wie er in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Weil die Wahl der Route Sache der Stadt sei, wolle Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart das Gespräch mit dem Verein suchen und ihnen zwei Varianten für die Demonstration vom 18. September vorschlagen. Die Stadträtin hoffe auf einen konstruktiven Dialog, äussere aber auch Bedenken, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Preis könne hoch sein, wenn eine Demonstration von aussen angegriffen werde, wie dies beim «Marsch fürs Läbe» regelmässig der Fall sei. Die Stadtpolizei werde alles daransetzen, den Umzug zu schützen, dennoch sei das Risiko für Teilnehmende, Passanten und Polizeiangehörige hoch. (agl)

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