Weltcup Adelboden
Pinturault ist am Chuenisbärgli eine Klasse für sich – Meillard schafft es aufs Podest

Der Franzose Alexis Pinturault gewinnt auch den zweiten Riesenslalom am Chuenisbärgli. Loïc Meillard wird Dritter, Marco Odermatt Vierter.

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Er holte sich am Chuenisbärgli eine Kuhglocke ab: Loïc Meillard.

Er holte sich am Chuenisbärgli eine Kuhglocke ab: Loïc Meillard.

Peter Schneider/Keystone

(cza) Alexis Pinturault fuhr auch am Samstag in einer eigenen Liga am Chuenisbärgli. Der 29-jährige Franzose gewann den zweiten Riesenslalom von Adelboden mit 1,26 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Kroaten Filip Zubcic. Auf dem dritten Platz landete Loïc Meillard. Der Neuenburger führte zur Rennhälfte, zeigte aber keinen fehlerfreien zweiten Durchgang. Für Meillard ist es in diesem Winter der erste Podestplatz in dieser Disziplin.

Zwischen Loïc Meillard und Marco Odermatt wurde es zeitlich sehr eng im Kampf um den dritten Platz. Meillard konnte das Duell wegen zwei Hundertstel für sich entscheiden. Odermatt, der am Freitag einen Podestplatz feiern konnte, freute sich vor allem auch über die Stärke des Teams. «Jetzt haben es vier von uns in dieser Saison aufs Riesenslalom-Podest geschafft, das ist sehr cool», sagte er gegenüber SRF. Nebst Meillard und Odermatt fuhren auch Justin Murisier und Gino Caviezel bereits in die Top 3. Zur Leistung von Pinturault sagte Odermatt voller Anerkennung: «Es ist unglaublich. Wir dachten im ersten Lauf noch, heute wäre es möglich, ihn zu schlagen. Aber das war es nicht.»

Die Schweizer Bilanz fällt am Ende besser aus als am Vortag. Vier Athleten von Swiss Ski platzierten sich in den Top Ten: Meillard (3.), Odermatt (4.), Gino Caviezel (7.) und Justin Murisier (10.). Mit Cedric Noger (28.) platzierte sich noch ein weiterer Schweizer in den Punkterängen.

Ford hat Glück gehabt

Ein wenig getrübt wurde der Tag im Berner Oberland durch den fürchterlichen Sturz des US-Amerikaners Tommy Ford. Nachdem er im ersten Lauf wenige Tore vor dem Ziel auf den Kopf flog, musste das Rennen für 20 Minuten unterbrochen werden. Ford wurde anschliessend mit der Rega nach Bern ins Spital geflogen. «Er ist bei Bewusstsein», teilte der US-Skiverband mit. Offenbar hat er sich ein Bein gebrochen und eine Bänderverletzung am Knie erlitten, dem Kopf solle es aber gut gehen. «Es ist ein riesiger Schock für unser Team», sagte Fords Teamkollege Ryan Cochran-Siegle.

Das Weltcup-Wochenende von Adelboden wird am Sonntag mit dem Slalom beendet. Der erste Lauf startet um 10.30, der Zweite um 13.30.