Wasserspringen
Nach überraschendem Finaleinzug: Heimberg beendet die Olympischen Spiele auf dem elften Platz

Michelle Heimberg verpasst ein Olympische Diplom nur knapp. Die Aargauer Wasserspringerin wird im Finaldurchgang über 3 Meter elfte. Ein beachtlicher Erfolg für die 21-jährige Schweizerin.

Leandro De Mori
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Michelle Heimberg springt auf den elften Platz an den Olympischen Spielen.

Michelle Heimberg springt auf den elften Platz an den Olympischen Spielen.

Patrick B. Kraemer / EPA

Mit ihr hat eigentlich niemand mehr gerechnet. Nach ihrem letzten Sprung im Halbfinal lag Michelle Heimberg auf dem 13. Zwischenrang, konnte aus eigener Kraft nicht mehr in den Final einziehen. Weil ihre kanadische Konkurrentin Pamela Ware, die vor dem letzten Sprung noch vor Heimberg lag, im letzten Sprung einen Durchlauf ohne Punkte hinlegte, rutschte die Aargauerin auf den zwölften Platz und zog in den Final ein.

Was sie in diesem Final zeigte, war überzeugend. Trotz ihres jungen Alters startete sie ziemlich abgeklärt in den Wettkampf. Nach ihrem ersten Sprung lag sie auf dem elften Zwischenrang, nach dem Zweiten sogar auf Platz acht. Zwischenzeitlich liebäugelte sie mit einer Schlussklassierung in den Top 10.

Beim vierten Sprung, ihrem eigentlichen Paradesprung, holte Heimberg lediglich 58 Punkte, was sie im Rennen um einen Top-10-Platz wieder zurückwarf. Im letzten Durchlauf präsentierte sie erneut ihr ganzes Können und holte sich 64,5 Punkte ab. Am Ende stand sie mit einem Total von 283,5 Punkten auf dem elften Rang. Nur 0,7 Punkte fehlten Heimberg für eine Klassierung in den Top 10.

Der Sieg ging zweifellos an die Chinesin Shi Tingmao, die mit 383,5 Punkten die Goldmedaille abholte. Damit lag sie gleich 24,75 Punkte vor ihrer Landsfrau Wang Han, die auf der zweitobersten Treppenstufe stehen durfte. Das Podest komplettierte etwas überraschend die Amerikanerin Krysta Palmer.

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