National League
Ambri geht gegen Lausanne unter, Davos verpasst das «Stängeli» nur knapp

Im ersten Spiel nach der Quarantäne siegt der HC Lausanne auswärts in Ambri mit 6:0, während der HC Davos die SCL Tigers gleich mit 9:2 nach Hause schickt.

Frederic Härri
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Gleich neun Mal durften die Davoser gegen überforderte Langnauer Gäste jubeln.

Gleich neun Mal durften die Davoser gegen überforderte Langnauer Gäste jubeln.

Keystone

Ambri-Piotta - HC Lausanne 0:6

Der HC Ambri-Piotta hat es gerade nicht leicht. Noch mehrere Wochen müssen die Leventiner auf Topskorer Nättinen verzichten, auch Kneubühler, Mazzolini und D'Agostini sind für längere Zeit out.

Vielleicht war es also gar nicht schlecht, in einer Phase wie dieser auf den HC Lausanne zu treffen. Die Westschweizer waren gerade aus der Quarantäne zurück, folglich fehlte den Akteuren Spielpraxis. Die holten sie sie sich aber in dieser Partie gegen Ambri. Und wie sie das taten.

Die Lausanner brauchten gerade einmal zweieinhalb Minuten, um zum ersten Torerfolg zu kommen. Ambri verlor die Scheibe in der Vorwärtsbewegung, über Jäger gelangte der Puck zu Frick, der sich die Gelegenheit nicht entgehen liess und platziert zur Führung abschloss. Die Ambri-Spieler schüttelten sich kurz, nur wenig später traf Captain Fora zum Ausgleich. Doch der Treffer wurde aberkannt. Fohrler soll den Lausanne-Goalie behindert und ihm die Sicht genommen haben, entschieden die Unparteiischen. Eine strittige Entscheidung, die gleichsam bezeichnend war: Es wollte einfach nicht sein für Ambri an diesem Abend.

Die Tessiner waren bemüht, sie kamen zu Chancen, doch sie trafen nicht. Ganz anders Lausanne, das im zweiten Drittel drei und im letzten Drittel zwei weitere Treffer nachlegte. Das waren in der Gesamtheit sechs, Ambri hingegen glückte keines. 0:6 stand am Ende in der Valascia auf der Anzeigetafel, es war ein bitterer Anblick für die Hausherren.

HC Davos - SCL Tigers 9:2

Unter der Woche wurde bekannt, dass die Davoser ihren erfolgreichen Sportchef Raeto Raffainer an den SC Bern verlieren. Vielleicht war es die Wut im Bauch ob dieses Abgangs, welche die Davoser in dieser Höhe gegen die SCL Tigers gewinnen liess. Sage und schreibe neun Treffer legten die Bündner gegen die Emmentaler auf, dem hatten die Tigers nur zwei eigene Torerfolge entgegenzusetzen. Bereits nach den ersten 20 Minuten hatte es 6:1 gestanden, im zweiten Drittel nahm der HCD dann einen Gang raus und legte im Schlussabschnitt noch einmal drei Treffer nach.

Die weiteren Resultate

  • ZSC Lions - EV Zug 1:2 n. P.
  • EHC Biel - Rapperswil-Jona Lakers 3:1
  • Fribourg-Gottéron - Servette Genf 3:2