Langlauf-WM
Schweizer Langläufer verpassen das Podest knapp – Norweger holen sich WM-Gold

An der nordischen Ski-WM in Oberstdorf läuft die Schweizer Staffel in die Top 5. Das Quartett mit Beda Klee, Dario Cologna, Jason Rüesch und Roman Furger verpasst das Podest als Fünfte. Den WM-Titel sichern sich die Norweger, Silber geht nach Russland.

Merken
Drucken
Teilen
Roman Furger musste sich im Schlussabschnitt geschlagen geben und verpasst WM-Bronze.

Roman Furger musste sich im Schlussabschnitt geschlagen geben und verpasst WM-Bronze.

Keystone

(swe) Zuversichtlich und mit grossen Ambitionen starteten die Schweizer Langläufer in die Mission Bronze-Medaille. «Zwischen Platz drei und acht ist vieles möglich», sagte Dario Cologna vor dem 40km-Staffelrennen am Freitag gegenüber SRF.

Beda Klee machte den Anfang aus dem Schweizer Quartett. Der Ostschweizer hielt sich gut im Rennen, Klee konnte sich von Beginn weg in der Spitzengruppe festsetzen. In vierter Position konnte er nach 10km an Dario Cologna übergeben. Norwegen führte zu diesem Zeitpunkt das Rennen deutlich an. Doch die Verfolgergruppe mit Cologna konnte die Lücke schliessen. Kurze Zeit später führte der Bündner das Rennen zwischenzeitlich sogar an. Bei Rennhälfte konnte Cologna als Dritter an Jason Rüesch übergeben.

Furger im Kampf um die Bronze-Medaille

Der Davoser zeigte eine solide Leistung. Zusammen mit Frankreich, Schweden und Finnland etablierte sich Rüesch in der Gruppe, die im Kampf um Platz drei agierte. Nach drei Vierteln übergab der Schweizer als Sechster. Die letzte Etappe in Angriff nahm Roman Furger. Der Urner bekundete keine Probleme, das Tempo mitzugehen. Während der Russe Alexander Bolschunow und der Norweger Johannes Hosflot Klaebo den Sieg unter sich ausmachten, galt es für Furger sich auf den Sprint um die Bronze-Medaille vorzubereiten. Der Schweizer hielt sensationell mit. Doch rund eine Minute vor dem Ziel musste er abreissen lassen. Der Franzose zog davon und holte die Bronze-Medaille. Die Schweizer verpassten die erste Staffel-Medaille an einer WM überhaupt denkbar knapp.

Die Norweger um Leader Johannes Hosflot Klaebo waren eine Klasse für sich und holten verdient den WM-Titel. Der Skandinavier setze Konkurrent Bolschunow in der letzten Kurve ab und sicherte sich die Gold-Medaille. Russland muss sich mit Silber begnügen.