Englischer Fussball
Tottenham schlägt Zweitligist Brentford souverän und steht im Final des Ligapokals

Im Halbfinale des englischen Ligapokals setzt sich die Equipe von José Mourinho mit 2:0 gegen den FC Brentford durch. Gegner im Finale wird entweder Manchester United oder Manchester City sein.

Frederic Härri
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Das entscheidende Tor: Tottenhams Stürmer Heung-min Son trifft zum 2:0 für sein Team.

Das entscheidende Tor: Tottenhams Stürmer Heung-min Son trifft zum 2:0 für sein Team.

Keystone

Es war ein Stadtduell im ersten Halbfinale des Ligapokals, wenn auch ein ungleiches. Tottenham, der Premierligist aus dem Norden Londons, empfing den FC Brentford aus dem Westen der englischen Hauptstadt.

Die Aufstellung beim Team von José Mourinho zeigte: Tottenham nahm Brentford ernst. Nahezu alle Stammspieler waren dabei, unter anderem auch Harry Kane und Heung-min Son, das derzeit so unfassbar starke Tandem. Dass man den Vierten der zweitklassigen Championship hier nicht als Kanonenfutter sah, hatte einen guten Grund. Immerhin hatte Brentford in den Runden zuvor Newcastle und Southampton aus dem Pokal gekegelt.

Entsprechend routiniert ging Mourinhos Equipe hier von Beginn weg zu Werke – und benötigte gerade einmal zwölf Minuten, um mit einer Länge in Führung zu gehen. Reguilon flankte, Sissoko köpfte und machte das gut. Der Ball drehte sich ins rechte obere Eck. 1:0.

Das Knie von Brentfords Stürmer stahl sich hauchzart ins Abseits

Brentford aber gab sich nicht auf. Und siehe da: In Hälfte zwei erzielten die «Bienen» den Ausgleich. Toptorjäger Toney traf, doch der Jubel verhallte, als der VAR zu Rate und die kalibrierte Linie gezogen wurde. Die Technologie offenbarte: Toneys rechtes Knie stahl sich hauchzart ins Abseits. «Maximal unglücklich» nennen das die Fussballkommentatoren.

Denn nur wenig später sah sich Son, der Goalgetter im weissen Dress, allein vor dem gegnerischen Goalie, an welchem er das Spielgerät auch souverän vorbei und ins Tor lenkte. Son lachte sein unverkennbares Lachen, es stand 2:0 für Tottenham. Vorbereiter war – nein, diesmal nicht Kane – Tanguy Ndombelé. Bei diesem Resultat blieb es auch.

Tottenhams Finalgegner wird Manchester heissen, nur steht noch nicht fest, ob das die Roten von United oder die Hellblauen von City sein werden. Die Stadtrivalen duellieren sich am Mittwoch im zweiten Halbfinale.