Corona-hilfen
Vier Millionen Franken: Bund fordert Coronagelder von Fussballklubs zurück

Vereine der Swiss Football League haben offenbar nicht alle durch den Bund gewährten Finanzhilfen zweckgetreu eingesetzt. Nun müssen sie Beiträge in Höhe von vier Millionen Franken zurückzahlen.

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Das Bundesamt für Sport, hier mit seinem Direktor Matthias Remund zu sehen, fordert Coronahilfen zurück.

Das Bundesamt für Sport, hier mit seinem Direktor Matthias Remund zu sehen, fordert Coronahilfen zurück.

Keystone

Mit rund 500 Millionen Franken hat der Bund den Schweizer Sport auf verschiedenen Ebenen während der Corona-Krise unterstützt – und damit offenbar mit etwa vier Millionen Franken zu viel. Dies ging aus Untersuchungen hervor, wie das Bundesamt für Sport (Baspo) am Donnerstag mitteilt. Das Amt fordert das Geld nun zurück.

Demnach sei es zu «Überschneidungen bei den Auszahlungen an mehrere Vereine aus dem Profifussball» gekommen, erklärt das Baspo. Die 2020 und 2021 an die Klubs der Swiss Football League (SFL) ausgeschütteten Gelder hätten «nicht in jedem Fall den Zweckbestimmungen der Stabilisierungspakete» entsprochen: «So wurden aus dem Stabilisierungspaket Covid-19-bedingte Schäden gedeckt, die durch die Klubs mit A-Fonds-perdu-Beiträgen hätten selber getragen werden müssen.»

Für die Beiträge aus dem Jahr 2020 sieht der Bund von einer Rückforderung ab; die erwähnten vier Millionen Franken betreffen mithin allesamt das Jahr 2021. Welche Vereine von den Rückzahlungen betroffen sind, schreibt das Baspo nicht.

Swiss Olympic nimmt Prüfung vor

Swiss Olympic, das im Auftrag des Bundes mit der Verteilung und Auszahlung der Finanzhilfen betraut gewesen war, nahm die Ausführungen des Baspo gleichentags «zur Kenntnis». Der Schweizer Sport-Dachverband kündigte in einem Communiqué an, eine externe Prüfgesellschaft heranzuziehen, um die genaue Summe der zu viel gezahlten Beiträge zu ermitteln. Danach werde Swiss Olympic über das weitere Vorgehen entscheiden. (dur)