Bundesliga
Demirovic trifft zum ersten Mal für Freiburg, Steffen und Mbabu gewinnen Schweizer Duell gegen Stuttgart

Der ehemalige St. Galler leitet mit seinem Tor den 4:1-Sieg des SC Freiburg gegen Hertha ein. Wolfsburgs Schweizer Renato Steffen und Kevin Mbabu gewinnen gegen Stuttgart mit Gregor Kobel im Tor.

Frederic Härri
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Der Schweizer Renato Steffen spielte gegen den VfB Stuttgart die vollen 90 Minuten durch.

Der Schweizer Renato Steffen spielte gegen den VfB Stuttgart die vollen 90 Minuten durch.

Bild: Keystone

Zum Abschluss des 13. Spieltags in der Bundesliga spielte der SC Freiburg zu Hause gegen Hertha BSC Berlin, der VfL Wolfsburg traf auf den VfB Stuttgart.

Demirovic trifft gerade noch rechtzeitig

Ermedin Demirovic stürmte in der vergangenen Saison beim FC St. Gallen und gehörte zu den grossen Entdeckungen beim Überraschungszweiten. Mit seinen 14 Treffern empfahl sich der bosnische Internationale für einen Transfer in die Bundesliga. Zugeschlagen hat der SC Freiburg mit seinem Kulttrainer Christian Streich, der seinen Neuzuzug vor diesem Spieltag neun Mal, meist sehr spät, aufs Feld schickte. Ein Tor blieb Demirovic bisher verwehrt. Das änderte sich nun in dessen zehntem Einsatz gegen Hertha BSC Berlin. Der 22-Jährige traf, es war nicht nur ein wuchtiges, sondern auch ein wichtiges Tor, nämlich jenes zum 2:1. Am Ende schossen die Freiburger deren vier, bei den Gästen aus Berlin blieb es beim einen Treffer. Das Tor-Debüt von Demirovic ist also geglückt – gerade noch rechtzeitig. Eine Minute später wechselte ihn Streich aus.

Freiburg ist nach dem 13. Spieltag Zehnter, Hertha rangiert auf Tabellenplatz 14.

Wolfsburgs Schweizer dürfen wegen Billard-Tor jubeln

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner musste kräftig umbauen vor diesem Spiel gegen den VfB Stuttgart. Gleich vier Spieler, die unter der Woche gegen die Bayern noch in der Startelf gestanden hatten, wurden positiv auf Corona gestestet und fielen aus. Der Schweizer Renato Steffen gehörte nicht dazu – und so spielte er von Anfang an.

Beide Teams schiessen viele Tore, die Stuttgarter stellten vor dem Spieltag gar den drittbesten Angriff der Liga. Viele Torchancen gab es allerdings nicht, viele der Offensivbemühungen blieben unvollendet. Es war bezeichnend, dass der Führungstreffer der Wolfsburger aus einer Standardsituation resultierte. Der Kroate Josip Brekalo hielt bei einem Freistoss einfach mal drauf und hatte Glück, dass der Ball gleich zweimal und letztlich von Stuttgarts Wamangituka entscheidend abgefälscht wurde. Billard-Tor nennt das der Boulevard. Gregor Kobel, der Schweizer Torhüter im VfB-Dress, war machtlos, der Ball unhaltbar. Beim 1:0 blieb es.

Mbabu blieb bei Wolfsburg zunächst draussen, ihn brachte Glasner in der 60. Minute ins Spiel. Admir Mehmedi fällt weiterhin verletzt aus. Steffen holte sich in Minute 76 Gelb ab. Wolfsburg steht nach dem Sieg auf Platz vier, Stuttgart ist Siebter.