Coronavirus
Erst wenige Berner haben Antikörper gegen Coronavirus entwickelt

Im Kanton Bern hat sich bisher nur jede siebte Erwachsene mit dem Coronavirus infiziert und Antikörper entwickelt. Im Vergleich zu anderen Kantonen ist das tief.

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Im Blut der meisten Berner konnten keine Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen werden. (Symbolbild)

Im Blut der meisten Berner konnten keine Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen werden. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) 14 Prozent der erwachsenen Bernerinnen und Berner haben Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt. Das sind die vorläufigen Ergebnisse einer am Donnerstag publizierten Studie der Universität Bern, des Insel- und des Universitätsspitals Bern. Im Kanton Bern sollen bis Ende Februar in einer Zufallsstichprobe insgesamt 400 Teilnehmende auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht werden. Die Forscher haben bereits 263 Personen untersucht. Daraus lasse sich eine repräsentative Schätzung für die Gesamtbevölkerung ableiten, heisst es in einer Mitteilung.

Bei der Studie handelt es sich um die erste Messung in der Berner Bevölkerung. «Im Vergleich zu anderen Kantonen ist die Seroprävalenz – die Häufigkeit von Antikörpern in Blutproben – niedriger als etwa die des Kantons Genf mit 22 Prozent, die dort zwischen November und Dezember 2020 gemessen wurde», wird Professor Nicolas Rodondi vom Institut für Hausarztmedizin der Universität Bern zitiert.