Ausfallentschädigung
Corona-«Grundeinkommen»: 3840 Franken für Zürcher Kulturschaffende

Der Zürcher Regierungsrat will Kulturschaffende möglichst rasch und unbürokratisch unterstützen. Nun setzt er auf eine Pauschallösung, die eine Art Grundeinkommen von 3840 Franken vorsieht.

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Der Kanton Zürich hilft den Künstlerinnen und Künstler zwischen November 2020 und Januar 2021 mit einer pauschalisierten Lösung. (Symbolbild)

Der Kanton Zürich hilft den Künstlerinnen und Künstler zwischen November 2020 und Januar 2021 mit einer pauschalisierten Lösung. (Symbolbild)

Keystone

(gav) Selbständige Künstlerinnen und Künstler konnten im vergangenen Jahr nicht auf probate Mittel wie Kurzarbeit oder Härtefallprogramme zurückgreifen. Von März bis Oktober zahlte der Kanton insgesamt 60,5 Millionen Franken an Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende und
-unternehmen, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung schreibt. 1698 Gesuche waren in diesem Zeitraum eingegangen.

Weil viele Künstler mittlerweile keine ausgefallenen Veranstaltungen mehr geltend machen können, führt der Kanton nun für November bis Januar eine pauschalisierte Entschädigung von maximal 3840 Franken ein. Dies entspricht gemäss Branchenempfehlung 80 Prozent eines monatlichen Vollzeit-Einkommens eines ausgebildeten Schauspielers. Einkünfte, die auf anderem Weg erzielt wurden, werden von dem Betrag abgezogen, für die drei Monate gilt zudem eine Obergrenze von 9000 Franken. Ab Februar sollen dann wieder die Prüfverfahren des Bundes angewendet werden.