Transport
Kommission hat «viele Sympathien» für das Projekt Cargo sous terrain

Das Tunnelprojekt Cargo sous terrain stösst in der zuständigen Ständeratskommission auf Gegenliebe. Dort wünscht man aber noch vertiefte Berichte, um sich weiter mit dem Projekt zu befassen.

Merken
Drucken
Teilen
In solchen Container sollen dereinst Waren durch die Schweiz transportiert werden.

In solchen Container sollen dereinst Waren durch die Schweiz transportiert werden.

Keystone

(mg) Die Zukunftsmusik Cargo sous terrain hat in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF) Gehör gefunden. Bis 2045 will die gleichnamige Aktiengesellschaft ein unterirdisches Transportsystem für kleinteilige Güter einrichten. Insgesamt soll sich das System über eine Strecke von bis zu 500 Kilometern erstrecken. Die Aktiengesellschaft hinter dem Projekt wird hauptsächlich von Unternehmen aus der Transport-, Bau- und Logistik-Branche getragen.

Bei den Mitgliedern der KVF stösst das Projekt auf «viele Sympathien», wie die Parlamentsdienste am Dienstag schreiben. Freie Fahrt für Cargo sous terrain will man dort aber trotzdem noch nicht gewähren. «Da es sich um ein strategisches Projekt von grosser Tragweite und mit vielen Bezugspunkten zur Verkehrs-, Finanz- und Raumentwicklungspolitik in der Schweiz handelt, wurde die Verwaltung mit der Erarbeitung vertiefender Unterlagen beauftragt», heisst es in der Mitteilung. So sollen etwa «die Perspektiven für eine nachhaltige Finanzierung ohne Folgen für die öffentliche Hand» in einem Bericht präsentiert werden.

Bereits im vergangenen Frühjahr hatte sich der Bundesrat hinter das Projekt gestellt. Er hat damals beschlossen, ein Bundesgesetz auszuarbeiten. Dieses soll die rechtlichen Grundlagen für den Bau und Betrieb eines unterirdischen Transportnetzes bereitstellen. Über dieses Gesetz hat die Kommission nun beraten – diese Beratung setzt die KVF voraussichtlich im Frühling fort.