Petition
SVP reicht rund 250'000 Unterschriften für sofortiges Lockdown-Ende ein

Mit zwei Petitionen fordern die SVP und bürgerliche Jungparteien Lockerungen der Coronamassnahmen. Insgesamt kamen fast 300'000 Unterschriften zusammen.

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Im Video-Interview: SVP-Parteipräsident Marco Chiesa und Leroy Baechtold, Vorstandsmitglied Jungfreisinnige Stadt Zürich.

Keystone-SDA

(agl) In den letzten Tagen wurden die Rufe nach Lockerungen der Coronamassnahmen lauter. Am Wochenende haben beispielsweise die Wirtschaftsverbände einen Exit-Plan mit vier Phasen präsentiert. Einen Schritt weiter gehen die SVP und die bürgerlichen Jungparteien mit ihrer Petition «Lockdown Stop», die sie am Montag an die Bundeskanzlei übergeben haben. Sie fordert die sofortige Öffnung der Läden, Restaurants, Bars, Sport- und Freizeitanlagen. Seit Mitte Januar haben gemäss der Petitionswebsite knapp 250'000 Personen unterschrieben, das Sammelziel von 100'000 Unterschriften wurde damit deutlich übertroffen.

«Die ständige Verlängerung dieser schädlichen Corona-Politik muss jetzt aufhören», wird SVP-Präsident Marco Chiesa in einer Mitteilung vom Montag zitiert. Ab dem 1. März müsse die Bevölkerung wieder einigermassen normal leben können. Lanciert wurde die Petition ursprünglich von zwei Jungfreisinnigen aus dem Kanton Zürich über die Plattform «Schwiiz Brandaktuell». Sie kritisierten die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus als zu exzessiv.

Neben «Lockdown Stop» reichte die SVP am Montag noch eine zweite Petition mit dem Titel «Beizen für Büezer» ein. Sie verlangt, dass Restaurants auch während des Lockdowns für Berufsleute öffnen dürfen, die draussen arbeiten. Diese sollen ihre Mittagszeit an der Wärme verbringen können, wo auch Infrastruktur wie Toiletten zur Verfügung stehen. Die Petition wurde seit der Lancierung am 25. Januar rund 50'000 Mal unterzeichnet, wie die SVP mitteilt.