Pandemie
Kantonsarzt Thomas Steffen: Geimpfte sollen nicht «übermütig» werden

Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen unterstützt den Corona-Kurs des Bundesrates. Ungeimpfte sollen insbesondere aufpassen, wenn es in Innenräumen «heimelig» wird. Aber auch Geimpfte sollen sich vorsehen.

Drucken
Teilen
Die Maskenpflicht und das Zertifikat brauche es noch für die nächsten Monate, sagt Thomas Steffen.

Die Maskenpflicht und das Zertifikat brauche es noch für die nächsten Monate, sagt Thomas Steffen.

Keystone

Der Bundesrat ändert vorerst nichts an den Corona-Massnahmen. Damit nimmt er bewusst auch einen Anstieg der Ansteckungszahlen in Kauf. «Epidemiologisch gesehen, ist das sicher richtig», sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Samstag. «Wir werden einen Weg finden müssen, mit dem Virus zu leben.»

Nun müsse man aber schauen, dass die Situation nicht völlig aus dem Ruder laufe. Ein besonderes Risiko für Ungeimpfte gäbe es dann, wenn die Menschen drinnen sind und es sich «heimelig» anfühlt, so Steffen. Doch auch Geimpfte sollten vorsichtig sein: «Nicht übermütig werden», rät der Kantonsarzt. Die Impfungen seien zwar ein Fortschritt, doch die Herausforderungen seien aufgrund der ansteckenderen Delta-Variante weiterhin gross.

Thomas Steffen ist froh, dass der Bundesrat die bestehende Maskenpflicht nicht aufgehoben hat und das Zertifikat weiterhin seinen Einsatz findet. «Wir brauchen diese Massnahmen für die nächsten Monate noch, um zu sehen, wie sich die Situation entwickelt», sagt er im Interview weiter. Die Zeit nach den Ferien müsse jetzt genutzt werden, um ambivalente Nichtgeimpfte vom Vorteil der Impfung zu überzeugen. (dpo)

Aktuelle Nachrichten