Luftverschmutzung
Bern: Ozon-Grenzwerte trotz verregnetem Sommer mehrmals überschritten

Zwar hat sich die Ozonbelastung im Kanton Bern erheblich reduziert. Dennoch wurden die Grenzwerte diesen Sommer an zahlreichen Messstationen mehrmals überschritten.

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Obwohl es im Sommer viel regnete, wurden die Ozon-Grenzwerte in Bern mehrfach überschritten.

Obwohl es im Sommer viel regnete, wurden die Ozon-Grenzwerte in Bern mehrfach überschritten.

Keystone

Weniger Sonnenstunden und Hitzetage, dafür viel Regen: Der Sommer 2021 war nichts für Sonnenhungrige. Ein Vorteil hatte der verregnete Sommer dennoch: Die Ozonbelastung im Kanton Bern hat sich erheblich reduziert. Trotzdem wurde der Ozon-Grenzwert je nach Standort noch immer bis zu 110 Mal überschritten, wie der Kanton am Donnerstag mitteilte. Der Maximalwert lag bei rund 150 Mikrogramm pro Kubikmeter. Im Vorjahr waren es bis zu 170 Mal mit einem Maximalwert von rund 160 Mikrogramm.

Eigentlich sieht die Schweizer Luftreinhalte-Verordnung einen Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter als Stundenmittelwert vor – ein Wert, der nur einmal pro Jahr überschritten werden dürfte. Zu viel Ozon hat negative Wirkungen für Mensch und Umwelt. Der Kanton betont, dass er die vorsorglichen Massnahmen in der Luftreinhalte-Verordnung umsetzt, um die Emissionen zu Begrenzen – etwa im Strassenverkehr und in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. «Zudem kann auch jeder und jede Einzelne mit dem eigenen Verhalten zu besserer Luft beitragen», heisst es weiter. (abi)

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