lärmblitzer
Töff-Präsi Walter Wobmann bekämpft Gesetz gegen Autoposer

Eine Petition will Autoposern den Sound abstellen. Nun wehren sich aber die Töfffahrer: Ihr Präsident Walter Wobmann (SVP/SO) will entsprechende Vorstösse bekämpfen.

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Nationalrat Walter Wobmann (SVP/SO) ist auch Töfffahrer. Nun kommt er den Autoposern zu Hilfe.

Nationalrat Walter Wobmann (SVP/SO) ist auch Töfffahrer. Nun kommt er den Autoposern zu Hilfe.

Keystone

(wap) Gegenüber Radio SRF 1 kündigte der Präsident der Föderation der Motorradfahrer der Schweiz, Walter Wobmann, am Montag Widerstand gegen Pläne an, zu laute Fahrer mit sogenannten Lärmblitzern ausfindig zu machen und zu büssen. Wobmann, der für die SVP im Nationalrat sitzt, erklärte, er werde alle entsprechenden parlamentarischen Vorstösse zu bekämpfen.

Zwei solche Vorstösse hat Nationalrätin Gabriela Suter (SP/AG) im Juni eingereicht, abgestimmt darüber wurde noch nicht. Mit einer parlamentarischen Initiative verlangt Suter ein Fahrverbot für Motorräder, die lauter als 95 Dezibel sind. Mit einer weiteren Initiative fordert sie die Einführung von Lärmblitzern. Wie bei Geschwindigkeitskontrollen würden damit zu laute Fahrer geblitzt. Einige Kantone haben derartige Anlagen bereits in Betrieb genommen und gehen offensiv gegen sogenannte «Autoposer» vor.

Schweizweites Verbot von «lauten Knattertönen»

Diese hat auch eine Petition der Lärmliga Schweiz im Visier, die am 11. November gestartet ist. Ihr Titel ist Programm: «Stopp den Lärmposern auf unseren Strassen – wir fordern Lärmblitzer und harte Grenzwerte.» Die Schweizer Bevölkerung habe den Lärm satt, der Staat müsse eingreifen, so die Forderung. Dies mit konkreten Verboten: «Das Fahren mit geöffneten Auspuffklappen, elektronischen Soundverstärkern, sowie das Produzieren von lauten Knattertönen soll schweizweit verboten werden.»

Nun erhalten die Autoposer Rückendeckung von Töffahrer Wobmann. Sein Argument: Während die Geschwindigkeit im Fahrzeug angezeigt werde, sei dies beim Lärm nicht der Fall. «Der Fahrer weiss ja nicht wie laut er ist», so Wobmann im Interview mit SRF 1. Mit solchen Massnahmen würden die Töfffahrer diskriminiert.