Korruption
Schweiz ist bei Korruptionsbekämpfung vorne dabei

Die Schweiz befindet sich im internationalen Korruptionsranking von Transparency International erneut unter den bestplatzierten. Trotzdem bestehe Handlungsbedarf.

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Die Schweiz befindet sich im internationalen Korruptions-Ranking erneut in den Top 10.

Die Schweiz befindet sich im internationalen Korruptions-Ranking erneut in den Top 10.

Keystone

(abi) Die Schweiz schafft es im Ländervergleich auf Rang drei – zusammen mit Finnland, Schweden und Singapur. In der Gesamtwertung erhält die Schweiz für das Jahr 2020 wie bereits 2019 insgesamt 85 von 100 möglichen Punkten. Das schreibt Transparency International zur Veröffentlichung des neusten Corruption Perceptions Index (CPI) vom Donnerstag, der 180 Länder erfasst.

Angeführt wird die Rangliste von Dänemark und Neuseeland. Wie bereits in den Vorjahr bilden Südsudan, Syrien und Somalia die Schlusslichter, heisst es weiter.

«Das gute Abschneiden der Schweiz im CPI darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Schweiz die Antikorruptions-Bestwerte deutlich verfehlt», wird Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Er sieht denn auch dringenden Handlungsbedarf: Die Schweiz weise erhebliche Mängel auf in Bereichen, die der CPI gar nicht messe. Dazu zählt er die Bekämpfung von Geldwäscherei, den Schutz von Whistleblower sowie die Korruption in der Privatwirtschaft und im Sport.