Gefahrenkarte
Der Bund hat beim Schutz vor Naturgefahren vorwärts gemacht

2016 hatte der Bund 67 Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren beschlossen. Seither habe ein Viertel davon umgesetzt werden können, stellt ein Bericht fest.

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Kartiert: Wasser, das anstatt zu versickern an der Oberfläche abfliesst, verursacht rund die Hälfte der Hochwasserschäden. (Symbolbild)

Kartiert: Wasser, das anstatt zu versickern an der Oberfläche abfliesst, verursacht rund die Hälfte der Hochwasserschäden. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Die Massnahmen gegen Naturgefahren seien in den letzten vier Jahren gestärkt worden, so das Fazit des vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) verfassten Berichts, von dem der Bundesrat am Freitag Kenntnis genommen hat. Mit der sogenannten «Gefährdungskarte Oberflächenabfluss» sei eine wesentliche Lücke bei der Gefahrenbeurteilung geschlossen worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Karte zeigt auf, wo Regenwasser versickern kann und wo es an der Oberfläche abfliesst. Rund die Hälfte aller Hochwasserschäden würden durch Oberflächenabfluss verursacht, so das Bafu. Das Problem werde sich in den kommenden Jahren wegen des Klimawandels weiter verschärfen. Dank der Karte könnten Kantone und Gemeinden nun geeignete Schutzmassnahmen treffen.

Wichtige Informationen für die Baubranche

Weiter habe der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein die Naturgefahren Hochwasser, Rutschungen, Murgänge, Steinschlag, Lawinen, Schneedruck, Hagel und Erdbeben in seine Baunormen aufgenommen. Mit der Informationsplattform «Schutz vor Naturgefahren» habe die Baubranche ausserdem Zugriff auf wichtige Informationen, so das Bafu.

Darüber hinaus habe der Bund einen Leitfaden erstellt, anhand dem Kantone Notfallpläne für Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz erstellen könnten.