Fernunterricht
Gewerbeverband stellt sich gegen Schliessung der Berufsschulen

Im Fernunterricht könnten sich Berufsschüler kein Praxiswissen aneignen, argumentiert der Gewerbeverband SGV. Selbst bei einer Schliessung ab Sekundarstufe II sollen Berufsschulen deshalb offen bleiben.

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Koch-Lernenden am Centre Professionnel du Littoral in Neuenburg.

Koch-Lernenden am Centre Professionnel du Littoral in Neuenburg.

Keystone

(dpo) Angesichts der sich ausbreitenden neuen Coronavirus-Variante wird die Forderung nach Schulschliessungen ab der Sekundarstufe II immer lauter. Der kürzlich aus der Task Force ausgetretene Epidemiologe Marcel Tanner forderte etwa, dass Gymi- und Berufsschüler wieder in den Fernunterricht wechseln sollen.

Der Gewerbeverband SGV fordert dagegen in einer Mitteilung vom Dienstag, dass zumindest die Berufsschulen offen bleiben sollen. «Dies auch im Fall, wenn die Kantone den Präsenzunterricht ab Sekundarstufe II verbieten», heisst es weiter.

Schulen sollen Jugendliche für Schnupperlehre motivieren

Das Praxiswissen könne nicht im Fernunterricht vermittelt werden. Die überbetrieblichen Kurse müssen nach Ansicht des SGV aber «unbedingt» weitergeführt werden. Eine Schliessung gehe zu Lasten der Berufsschülerinnen und Berufsschüler.

Weiter schreibt der Gewerbeverband, dass sich in der derzeitigen Krise weniger Jugendliche für eine Stelle beworben hätten. Er fordert deshalb: Die Schulen sollen die Jugendlichen wieder vermehrt für eine Schnupperlehre motivieren.

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