Covid-19 vakzin
Swissmedic: Nutzen-Risiko-Profil von Impfung ist weiterhin positiv

Über 300 Meldungen zu vermuteten Nebenwirkungen der Corona-Impfung hat Swissmedic untersucht. Bislang gebe es keine Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme.

Dario Pollice
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199 Meldungen bezogen sich auf das Vakzin von Pfizer/Biontech und 154 auf das von Moderna. (Symbolbild)

199 Meldungen bezogen sich auf das Vakzin von Pfizer/Biontech und 154 auf das von Moderna. (Symbolbild)

Keystone

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat bis zum 24. Februar 364 Meldungen über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Covid-19 Impfung untersucht. Diese ändern am positiven Nutzen-Risiko-Profil der Impfstoffe nichts, wie Swissmedic in einer Mitteilung vom Freitag festhält.

Die bereits bekannten Nebenwirkungen seien bestätigt worden und es gebe bisher keine Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme. Gemäss Swissmedic bezogen sich die Meldungen mehrheitlich auf Frauen (67 Prozent) und auf Personen im Alter von 75 Jahren oder älter. 199 Meldungen betrafen den Impfstoff von Pfizer/Biontech und 154 denjenigen von Moderna. Bei zwei Fällen sei der Impfstoff nicht genauer bestimmt worden.

Etwa drei Viertel der Meldungen wurden als nicht schwerwiegend eingestuft. Am häufigsten wurde über Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Juckreiz, Schmerzen und Schwellung), Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost berichtet, heisst es.

Schwerwiegendere Meldungen mit Gürtelrose oder Fieber

Hingegen wurde ein Viertel der untersuchten Meldungen als schwerwiegend eingestuft. In den meisten Fällen waren die Betroffenen aber nicht gefährdet, wie Swissmedic schreibt. Die am häufigsten berichteten Reaktionen waren Gürtelrose (8 Meldungen), Fieber (8), Kopfschmerzen (7), eine Corona-Erkrankung (9) sowie allergische Reaktionen. Auch vier Fälle von anaphylaktischen Reaktionen seien Swissmedic mitgeteilt worden.

Bei den schwerwiegenden Fällen seien 16 Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Diese Personen waren laut Swissmedic im Durchschnitt 86 Jahre alt und hatten überwiegend schwere Vorerkrankungen.

Nach eigenen Angaben wurden diese Fälle besonders sorgfältig analysiert. Gemäss aktuellen Kenntnissen seien die Personen an Infektionen, kardiovaskulären Ereignissen oder Lungenerkrankungen verstorben. Trotz einem zeitlichen Zusammenhang gibt es laut Swissmedic in keinem dieser Fälle konkrete Hinweise dafür, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war.