Corona
Bivalenter Omikron-Booster von Pfizer erhält befristete Zulassung - ein anderer fällt durch

Swissmedic gibt grünes Licht für einen bivalenten Covid-19-Impfstoff des Pharmariesen Pfizer. Die Auffrischimpfung soll gegen die Omikron-Variante BA.1 helfen.

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Impfstoff für Spritze Nummer vier: Swissmedic genehmigt den ersten von zwei neuen bivalenten Stoffen von Pfizer. (Archivbild)

Impfstoff für Spritze Nummer vier: Swissmedic genehmigt den ersten von zwei neuen bivalenten Stoffen von Pfizer. (Archivbild)

Keystone

Swissmedic genehmigt die bivalente Auffrischimpfung mit dem Pfizer-Produkt Comirnaty Bivalent Original. Dies gab das Heilmittelinstitut am Montag bekannt. Bei dem Vakzin handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Coronaimpfung von Pfizer: Das neue Produkt enthält Boten-Ribonukleinsäure (mRNA), die körpereigene Zellen zur Bildung von gleich zwei Spike-Proteinen anregt. Damit können Antikörper sowohl gegen die Viren des Wuhan-Stammes als auch gegen die Variante BA.1 entstehen.

Die Prüfung der laufend eingereichten Datenpakete habe ergeben, dass der beantragte Impfstoff die Anforderungen an Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität erfülle, schreibt Swissmedic in seiner Mitteilung. In Studien zeige eine Auffrischimpfung mit dem neuen Produkt höhere Antikörper-Konzentrationen gegen die Omikron Variante BA.1 als das bisher verabreichte Comirnaty Original. Das Nebenwirkungsprofil sei ähnlich wie nach Verabreichung der zweiten Dosis oder der Auffrischimpfung mit dem Originalimpfstoff.

Keine Zulassung gibt es dagegen für einen kürzlich entwickelten Pfizer-Impfstoff, der auch gegen Omikron BA.4-5 helfen soll. Derzeit lägen noch nicht genügend Daten für einen Entscheid vor, teilt Swissmedic mit. BA.5 ist die einzige derzeit in der Schweiz verbreitete Variante. In den EU-Ländern ist der spezifische bivalente Impfstoff bereits zugelassen. Pfizer hat das Zulassungsgesuch in der Schweiz Ende September gestellt. (wap)