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Nach positiven Fällen: 500 Tessiner Gymnasiasten müssen in Quarantäne

Die Tessiner Mittelschule Morbio Inferiore steht für zwei Wochen unter Quarantäne. An der Schule sind 13 Coronafälle aufgetaucht, zwei davon mit der britischen Mutation. Auch in Frauenfeld müssen Schüler in Quarantäne.

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In den Kantonen Tessin und Thurgau müssen Schülerinnen und Schüler wegen der Coronavirus-Mutation in Quarantäne. (Symbolbild)

In den Kantonen Tessin und Thurgau müssen Schülerinnen und Schüler wegen der Coronavirus-Mutation in Quarantäne. (Symbolbild)

Keystone

(abi/sko) Die Tessiner Mittelschule Morbio Inferiore geht in Quarantäne, nachdem an der Schule 13 positive Fälle von Covid-19 festgestellt wurden – mindestens zwei davon können auf die britische Variante des Virus zurückgeführt werden. Die Quarantäne betrifft alle rund 500 Schüler sowie die etwa 70 Lehrer, wie die Tessiner Behörden am Sonntag mitteilten. Die Schule stellt vom 20. bis 29. Januar auf Fernunterricht um.

Die am Standort Morbio Inferiore registrierte Situation sei bisher einzigartig, es gebe weder im Mendrisiotto noch im übrigen Kanton weitere vergleichbare Fälle, heisst es weiter heisst. Die Mittelschule liegt in der Nähe von Balerna, wo am Donnerstag in einem Altersheim die englische Mutation bestätigt worden ist.

Die unter Quarantäne gestellten Schüler und Lehrer erhalten die Möglichkeit für einen kostenlosen Screening-Test, um asymptomatische Fälle zu entdecken und so die Ausbreitung der ansteckenderen Variante zu begrenzen. Zudem wurden ein Skilager der Mittelschule Balerna abgesagt und im Bezirk Mendrisio bis Ende Januar Körperkontakt- und Hallensportarten für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren verboten.

Frauenfelder Oberstufenschüler in Quarantäne

Die mutierte Coronavariante B.1.1.7 ist auch im Kanton Thurgau aufgetaucht. Dort müssen sämtliche 3. Sekundarklassen der Schulanlage Reutenen in Frauenfeld in Quarantäne, da bei der neuen Variante strengere Quarantäneregeln gelten. Am Freitag wurde bei einem Mädchen der Sek Reutenen der erste Fall einer Ansteckung mit der mutierten Virusvariante bekannt, wie die Schulbehörde mitteilte.

Der Unterricht wird daher ab Montag bis und mit Freitag auf Fernunterricht umgestellt. Von der Quarantäne ausgenommen sind die Lehrpersonen, da sie während des Unterrichts Masken tragen, wie es weiter heisst.

Die neuen und strengeren Regeln, wonach mehr Personen in Quarantäne müssen und nicht nur sogenannte Erstkontakte, sind auch im Sinne des Bundes. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) möchte wegen der neuen Virusvariante die Empfehlungen für die Quarantäneregeln verschärfen. Das BAG stand seit Ende Dezember für die neue Strategie mit den Kantonen im Austausch. Die Empfehlung soll bei der nächsten Fassung der Quarantäne-Empfehlung aufgenommen werden.