coronakrise
«Spielraum ausgeschöpft»: Lukas Engelberger erwägt Schulschliessungen

Der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, kann sich vorstellen, im Januar die Schulen zu schliessen. Angesichts der hohen Fallzahlen seien alle Mittel ausgeschöpft.

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«Müssen in den Arbeitsbereich und allenfalls in die Schule»: Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. (Archivbild)

«Müssen in den Arbeitsbereich und allenfalls in die Schule»: Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. (Archivbild)

Keystone

(wap) Bei hohen Fallzahlen und steigender Tendenz seien weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie unvermeidbar, sagte der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, am Sonntag in der Tagesschau von SRF. Konkret spricht er von Schulschliessungen.

«Wir haben bisher versucht, die Schule und das Arbeitsleben zu schonen, dieser Spielraum ist aber jetzt ausgeschöpft», sagte Engelberger. «Wenn wir weiter Kontakte reduzieren wollen, müssen wir in den Arbeitsbereich und allenfalls in die Schulen.» Denn die Schule sei «Taktgeberin des Alltags». Wenn diese mit Fernunterricht funktioniere, müssten auch die Eltern verstärkt zuhause bleiben.

Eine Schulschliessung bleibe «Ultima Ratio», das letzte Mittel also, betonte Engelberger. Angesichts von täglich um die 4000 bis 5000 Neuinfektionen, wie vom Bund zuletzt am Dienstag und Mittwoch gemeldet, sei er aber «nicht besonders optimistisch». Wenn es so weitergehe, bleibe nicht viel Zeit um neue Massnahmen zu beschliessen.