Corona
Alain Berset zur Omikron-Welle: «Es stehen schwierige Wochen an»

Die kommenden Wochen würden nicht einfach, sagte Alain Berset nach einem Treffen mit den kantonalen Gesundheitsdirektoren. Für Mitte Januar kündigte der Gesundheitsminister eine neue Kampagne zur Auffrischungsimpfung an.

Dario Pollice
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Alain Berset mit GDK-Vizepräsidentin Rebecca Ruiz am Freitag vor den Medien in Bern.

Alain Berset mit GDK-Vizepräsidentin Rebecca Ruiz am Freitag vor den Medien in Bern.

Keystone

Bundesrat Alain Berset traf sich am Freitag mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Thematisiert wurden unter anderem die Vorschläge, welche die Landesregierung am Mittwoch den Kantonen in die Konsultation geschickt hat. Mit Blick auf die epidemische Lage sagte der Gesundheitsminister danach vor den Medien in Bern, es bestünden weiterhin grosse Unsicherheiten. «Es stehen schwierige Wochen an.»

In den vergangenen 14 Tagen seien eine Million Coronatests durchgeführt worden. «Wir werden damit an Grenzen stossen und es zeichnet sich ab, dass wir hier priorisieren müssen», so Berset. So sollen etwa Risikopersonen und ältere Menschen Vorrang erhalten. Im Weiteren kündigte der Bundesrat eine neue Kampagne des Bundes zur Auffrischungsimpfung an. Diese werde ab Mitte Januar lanciert, so der Gesundheitsminister.

Trotz den aktuell sehr hohen Fallzahlen beteuerte Berset, dass sich die Strategie des Bundesrates bislang bewährt habe. Bisher hätten die Massnahmen und das Verhalten der Bevölkerung eine Überlastung der Spitäler verhindert. «Wir hoffen schwer, dass wir am Übergang von der Pandemie zur Endemie stehen.»

Omikron könnte Spitäler an die Grenzen bringen

Der Gesundheitsminister nahm auch Stellung zu seiner Aussage in einem Interview, in dem er Omikron bei Geimpften mit einer Grippe verglichen hatte. «Wir haben immer gesagt, was wir wissen – und was nicht», sagte Berset dazu. Es zeichne sich immer stärker ab, dass Omikron zu weniger schweren Verläufen führe als Delta und mehr die oberen Atemwege betreffe als die Lunge. Für Personen mit keiner oder nur einer tiefen Immunität könne das Virus aber immer noch sehr gefährlich werden. «Die Aussage bedeutet nicht, dass alles vorbei ist», so Berset.

Mit Blick auf die Omikron-Variante strich auch die Vizepräsidentin der (GDK), Rebecca Ruiz, hervor, dass sie das Potenzial habe, die Spitäler an die Grenzen zu bringen. Vor allem, weil zu viel Personal aufgrund von Infektionen ausfallen könnte. «Wir werden vermutlich nochmals viele Infektionen mit Omikron sehen.» Das Gesundheitswesen als Gesamtes müssen sich entsprechend darauf einstellen.

Zu den Vorschlägen, die der Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben habe, äusserte sich die GDK-Vizepräsidentin nicht. Der Bundesrat möchte die geltenden Coronaregeln bis Ende März verlängern. Die Kantone haben nun bis am Montag Zeit, Stellung zu beziehen.

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