Auto-Tuning
Illegales Chip-Tuning: Bundesrat will bei Autoposern genauer hinschauen

Autoposer aufgepasst: Der Bundesrat will einen Bericht zu Chip-Tuning erarbeiten. Er empfiehlt ein entsprechendes Postulat zur Annahme.

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Die Polizei kontrolliert vermehrt sogenannte Autoposer. (Symbolbild)

Die Polizei kontrolliert vermehrt sogenannte Autoposer. (Symbolbild)

Keystone

Mehr Lärm, mehr Leistung. Die Grünen-Nationalrätin Marionna Schlatter (ZH) hat keine Freude an den sogenannten Autoposern. In letzter Zeit hätten sich die Berichte über Polizeikontrollen gehäuft, bei denen Fahrzeuge mit leistungs- oder lärmsteigernden Umbauten kontrolliert worden seien, schreibt sie in einem Postulat.

Dabei habe die Polizei vermehrt Autoposer erwischt, die über ein illegales Motor- oder Chip-Tuning verfügten. Hierbei wird die Leistung durch Eingriffe in die Motorsteuerung gesteigert. Der «Blick» berichtete am Freitag über Schlatters Vorstoss.

Für sie ist klar: «Illegales Chip-Tuning erzeugt unverhältnismässigen Lärm und beeinträchtigt die Sicherheit auf der Strasse.» Sie will daher vom Bundesrat in einem Bericht wissen, wie viele Bewilligungen für leistungssteigernde Ein- und Umbauten jährlich vergeben werden, ob die Zahl zugenommen hat und ob es unter den Kantonen Unterschiede in der Bewilligungspraxis gibt. Auch will sie wissen, wie hoch der Anteil an kontrollierten Autos mit illegalem Chip-Tuning ist und ob die Kantone überhaupt die Ressourcen haben, um die Kontrollen durchzuführen.

Vor allem aber fragt sie den Bundesrat, ob er Handlungsbedarf sieht und allenfalls die gesetzlichen Grundlagen angepasst werden müssen. Sie stösst dabei auf offene Ohren: Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen. (abi)

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