Abstimmung übers CO2-Gesetz
Sommaruga, Gisin und Jaquet: Drei Frauen warnen in Engelberg vor dem Klimawandel

Skifahrerin Michelle Gisin, Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Alpenclub-Präsidentin Françoise Jaquet warnen in Engelberg vor den Folgen des Klimawandels für die Schweiz und werben fürs CO2-Gesetz.

Drucken
Teilen
Bundesrätin Simonetta Sommaruga (r.), Skifahrerin Michelle Gisin (l.) und SAC-Präsidentin Françoise Jaquet (M) am Samstag auf dem Titlis.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga (r.), Skifahrerin Michelle Gisin (l.) und SAC-Präsidentin Françoise Jaquet (M) am Samstag auf dem Titlis.

Bild: Keystone

(sat) Der Besuch im Obwaldner Gletscherdorf vom Samstag habe den drei Frauen vor Augen geführt, wie stark die Schweiz bereits heute vom Klimawandel betroffen ist, schreibt die Organisation Protect our Winters (POW) in einer Mitteilung. «Mir liegen unsere Berge am Herzen», lässt sich die Engelberger Skifahrerin und POW-Botschafterin darin zitieren. «Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir als Nation etwas gegen die Klimaerwärmung tun.» Und darum unterstütze sie als Sportlerin in der Abstimmung vom 13. Juni auch das CO2-Gesetz.

Nimmt der Klimawandel seinen Lauf, droht laut Protect our Winters bis im Jahr 2100 fast allen Alpengletschern das Aus. Damit erreiche der Klimawandel auch den Tourismus. Über die Auswirkungen der Klimakrise auf die Schweiz – und im Speziellen auf das Gebiet um Engelberg – liessen sich die drei Frauen von Spezialisten der Titlis Bergbahnen informieren. Dabei rief Bundesrätin Sommaruga in Erinnerung, dass sich auch Berggebiete vor den Folgen des Klimawandels besser schützen können. Helfen könne ihnen dabei auch der geplante Klimafonds des CO2-Gesetzes – wenn dieses denn vom Volk angenommen werden sollte.

Alpenclub und Bergbahnen unterstützen CO2-Gesetz

Auch Françoise Jaquet, Präsidentin des Schweizerischen Alpenclubs (SAC), plädierte in Engelberg für ein Ja zum CO2-Gesetz. Schliesslich sei auch der SAC als grösster Bergsportverband in der Schweiz stark betroffen vom Klimawandel. «Das neue CO2-Gesetz stellt wichtige Weichen für eine effektivere Klimapolitik», wird Jaquet in der Mitteilung zitiert. Darum habe der Zentralvorstand beschlossen, die Vorlage in der Abstimmung vom 13. Juni zu unterstützen. Laut der Mitteilung empfiehlt auch Seilbahnen Schweiz, die Branchenorganisation der Schweizer Bergbahnen, ein Ja.

In der Organisation Protect our Winters haben sich Athletinnen und Outdoor-Interessierte sowie Wissenschafter und Unternehmer zusammengeschlossen die sich für den Klimaschutz engagieren.

Aktuelle Nachrichten