Verzweifelter Aktionismus
Eigentlich müsste Gölä statt Stress auftreten: Die Impfwoche zeigt die Grenzen staatlicher Kampagnen auf

Mit 100 Millionen Franken will der Bund die Ungeimpften dazu bewegen, den Piks nachzuholen. Dass die Impfwoche viel bewirkt, ist nicht zu erwarten – das liegt auch daran, dass der Bund spätestens seit der Masken-Lüge ein Kommunikationsproblem hat.

Patrik Müller
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Zielgruppengerecht: Gölä am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019. Der Impfskeptiker würde sich aber kaum für ein Staatskonzert in der Impfwoche gewinnen lassen.

Zielgruppengerecht: Gölä am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019. Der Impfskeptiker würde sich aber kaum für ein Staatskonzert in der Impfwoche gewinnen lassen.

Andy Mettler

Wie verkorkst die Impfkampagne in der Schweiz ist, zeigt sich bei den staatlich organisierten Konzerten. Der Bund lässt unter anderem Stress, Stefanie Heinzmann und Sophie Hunger auftreten, und siehe da: Das Publikum braucht weder ein Zertifikat noch Masken, und es gelten auch keine Abstandsregeln. Mit dem hehren Ziel, die Impfquote zu erhöhen, werden potenzielle Superspreader-Events durchgeführt, während an privaten Konzerten (die lange gänzlich verboten waren) und an beliebten Anlässen wie der Basler Herbstmesse selbstverständlich nur Geimpfte, Genesene und Getestete Zutritt haben.

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