Leserbrief
Sympathischer Coop-Chef

«Ich wusste, dass wir genug haben. Darum habe ich nicht gehamstert», Ausgabe vom 25. April

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Mit grossem Interesse habe ich das Interview mit Coop-Chef Joos Sutter gelesen. Sein Werdegang hat mich sehr beeindruckt. Auch seine Aussage «man braucht nicht für jede Entscheidung ein aufwendiges Konzept und eine Powerpoint-Präsentation», sprich ein grosses Tam Tam und keine Taten. Als ich sein Porträt betrachtete, musste ich schmunzeln. Ein perfekt angepasstes hellblaues Hemd mit gut sitzender dunkelblauer Hose. Ein ausrangierter brauner Ledergürtel, weil zu lang, vorne nach hinten eingeknickt. Ein selbstgestochenes Loch etwas zu weit unten geraten.

Jetzt ist mir dieser Mann erst recht sympathisch. Er beweist, dass Persönlichkeiten die Qualität haben, es nicht nötig haben, ihr Ego mit Armani und Co aufzubessern. Es ist mir die Novelle von Gottfried Keller vor Augen «Kleider machen Leute». Ich kleide mich auch gerne schön und sehe gerne gut gekleidete Leute, aber den Markenwahn brauchen wir nicht.

Maya Bucher, Sarnen

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