Leserbrief
Corona: Selbstverantwortung versus Gesundheitsdiktatur

«Jetzt kommt die Maskenpflicht im ÖV», Ausgabe vom 2. Juli

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An der Pressekonferenz vom 1. Juli hat der Bundesrat ein Maskenobligatorium im öffentlichen Verkehr inkl. Bergbahnen und Schiffe erlassen. Grund ist die gestiegene Infektionsrate gegenüber den vergangenen Tagen, möglicherweise auch bedingt durch eine höhere Testrate (wer mehr testet, der findet mehr).

Als Begründung gelten meines Erachtens nur die Testergebnisse über Infektionen, nicht aber die zusätzlichen Erkrankungen, welche gemäss Statistik im vernachlässigbaren Bereich liegen (8 Hospitalisierungen). Ebenso zeigt die Todesfallstatistik des Bundes in den Wochen 1 – 23 (Januar bis erste Juniwoche) mit 31078 total Todesfällen weniger als 2019 mit 31176 in der gleichen Periode. In den Vorjahren hat sich jeweils niemand darum gekümmert, wie viele Menschen einen Grippevirus in sich tragen, sondern nur, wenn es deshalb zu Arztbesuchen, Hospitalisierungen oder sogar Todesfällen kam.

Was ist jetzt mit Corona anders als vorher bei einer normalen Grippe? Etwa nur der Umstand, dass wir über keinen Impfstoff verfügen, dessen Wirksamkeit wie auch bei jeder Grippe ohnehin fraglich wäre? Mir ist heute erstmals der Schreck vor dieser Gesundheitsdiktatur in die Knie gefahren.

Wie kann der Bundesrat die gesamte Bevölkerung im ÖV dazu zwingen, eine Schutzmaske tragen zu müssen, wo das eigene CO2-Kohlendioxyd und Stickoxide wieder eingeatmet werden und die Lunge mit weniger Sauerstoff versorgt wird.

Wie kann Frau Simonetta Sommaruga einfach erklären, dass man sich daran gewöhne, wie dies die Besucher aus dem Ausland sich auch schon gewohnt seien. Schaut der Bundesrat nur noch über die Grenzen auf nicht direkt demokratische Staaten und macht dasselbe nach, wo sind wir denn noch freie selbstverantwortliche und selbstbestimmend handelnde Bürger?

Diese Entwicklung macht mir Angst und nicht der Virus. Von einer Stärkung des Immunsystems redet öffentlich kaum jemand, sondern man beschränkt sich auf die Verbreitung von Angst und Verunsicherung.

Robert Schmid, Rothenburg