Leserbrief
Pläne für den Luzerner Theaterplatz und die Bahnhofstrasse

Zum Leserbrief «Besser ein Park statt des Luzerner Theaters», Ausgabe vom 23. Mai

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Mit Yannick Hagmann gehe ich darin einig, dass die Luzerner Bevölkerung den Wegfall des Luzerner Theaters nicht bemerken würde. Es dient vor allem dem Ego einiger Protagonistinnen und Protagonisten der Semi-Prominenz, die ohne das Theater total in der Versenkung verschwinden würden. Auch ein neues Theater würde nie einen weitreichenden Ruf erhalten, wie das KKL, von dem Silvio Panizza letztes Jahr in seinem Leserbrief träumte. Ein Familienvater kauft zuerst Nahrung und Winterkleider – und erst dann, wenn es noch reicht, etwas Spielzeug. Statt bei Bildung, Schulen, Lehrern und den Ärmsten zu sparen, hätte die Regierung das Finanzloch alleine mit der Schliessung des unnötigen Theaters stopfen können. Nachdem durch das unfaire Verhalten der Totengräber der bürgerlichen Politik in Luzern, der CVP, unser überaus tüchtiger Finanzdirektor seines Amts beraubt und ins Bildungs- und Kulturdepartement abgeschoben wurde, gäbe ihm dies immerhin die Chance, bei den überrissenen Kulturausgaben den Rotstift anzusetzen. Leider wird es so nahe beim Stauwehr mit dem von Herrn Hagmann gewünschten natürlichen linken Reussufer nichts werden. Aber beim Plan für ein Veloparking unter der Reuss sind zumindest Stufen am Ufer vorgesehen, so dass man sich dort niederlassen könnte. Dieses Veloparking, etwas überarbeitet, wäre die bessere Lösung als die vom Stadtrat vorgeschlagene. Es dürfte auch hier kein Problem sein, einen unterirdischen Zugang direkt zum Bahnhof zu bauen. Nach dem Abriss der nicht schützenswerten Theaterruine gäbe es immerhin eine grosse grüne Fläche mit Bäumen, Blumenrabatten und Bänken bis zum Reussufer ohne störenden Drahteselmüll.

Wolfgang Schüler, Luzern