Leserbrief
Fussballer voller Leidenschaft waren bloss die Azzurri

«Eine magische Nacht – aber nur für Italien», Ausgabe vom 17. Juni

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Als Fussball-Banause möchte ich mit ein paar Zeilen am Geschehen teilnehmen. Die hiesigen Medien sind mit redaktionellen Artikeln und Leserinputs bereits voll mit Kritik. Das Spiel habe ich angeschaut obwohl ich wie erwähnt kein Fussball-Experte bin. Ich hüte mich, irgendwelche «technische» Kritik anzuführen. Was mich schlicht und einfach beeindruckt hat, sind die unbändige Leidenschaft, das Feuer und das Tempo der Azzurri. Schon bei der italienischen Nationalhymne kriegte man eine Gänsehaut und es lief einem kalt den Rücken hinunter. Die Azzurri während der Hymne – sie sangen voller Leidenschaft mit. Eine Freude, wunderbar! Alles harte Typen. Keine komischen Frisuren und keine Schönwettereleganz.

Für mich war schon vor dem Anpfiff klar, dass die Schweizer untergehen werden. Alles was ich über die Azzurri aufgelistet habe, fehlt bei der Schweizer Fussball-Nati. Diese Spieler beschäftigen sich offenbar lieber mit ihrem Aussehen und ihren Frisuren.

Hans Peter Burri, Kriens


Wo sind denn der Schweizer Kampfgeist und die Leidenschaft geblieben? Einige «Nati-Stars» oder solche, die es gerne sein möchten, sind an dieser EM nicht in der Lage der Mannschaft entscheidende Impulse zu verleihen.

Einem so wichtigen Spieler wie Xherdan Shaqiri sieht man die fehlende Spielpraxis an. Aber auch von einem Granit Xhaka darf man deutlich mehr verlangen. Denn vor allem gegen Italien wurden die Grenzen dieser Schweizer Fussballnationalmannschaft schonungslos aufgedeckt.

Fredy Jakober, Sarnen